30.05.2026
1. Liga (FIN)
FC Lahti - Tampereen Ilves 5:0
Lahden Stadion (Lahti)
2.102 Zuschauer (100 Gäste)
Am heutigen Morgen ging die Sonne in Lahti um 04:01 Uhr auf und damit letztmals für eine ganze Weile nach 4 Uhr. Die 18,5 Stunden Helligkeit reichten aber vollkommen aus, denn heute konnte man fast durchgängig von Sonnenstunden sprechen und die Chance auf einen Sonnenbrand war schon vor dem Anpfiff gegeben. Es war ein herrlicher Sommertag, der gleichzeitig das Highlight der Tour parat hielt: Den Besuch des Erstligaspiels vom FC Lahti im Stadion direkt an der Sprungschanze. Mit Sicherheit eines der ikonischsten Stadien Skandinaviens.
Die Stadt Lahti lebt nicht unbedingt von der Schönheit der Innenstadt, sondern fast ausschließlich von der Natur und dem Sport am Rande der Stadt. Und so ging es heute auch früh raus aus dem Zentrum, um einen großen Bogen zum Stadion zu schlagen. Entlang des Ufers des Vesijärvi-Sees führte die ausgewählte Route durch die Idylle, vorbei an kleinen Häfen, vielen grünen Bäumen bis hin zu einer Insel. Nun wurde es aber Zeit abzubiegen und es ging bergauf durch einen ruhigen Wald, aus dem plötzlich die monumentale Skisprungschanze herausragte.
Das ist mit Sicherheit der schönste Weg, sich dem Lahden Stadion zu nähern. An der Schanze angekommen, hat man einen wunderbaren Blick auf das Fußballstadion, das direkt an die Tribünen der Sprungschanze angrenzt. Man hätte nun einfach auf die Gegentribüne laufen können, doch leider hatte der Ordnungsdienst etwas dagegen. Es war nur die Haupttribüne geöffnet, wo nach Heim-Fanblock, Gästesektor, Alkohol- und Nichtalkoholbereich getrennt wurde und falls man nun auch noch nach Sonne und Schatten trennen wollte, war der freie Platz teilweise schon sehr begrenzt.
Wirklich schade, dass man sich nicht frei bewegen durfte und für die Haupttribüne auch noch 30 € bezahlen musste, ohne eine günstige Alternativtribüne auswählen zu können. Somit hatte ich auch keine gute Sicht auf die beiden Fanblöcke, kann aber mit Sicherheit sagen, dass die Gäste aus Tampere den deutlich besseren Auftritt hinlegten. Das war insbesondere aufgrund des Spielverlaufs bemerkenswert, denn die Mannschaft aus der gut 100 Kilometer entfernten Stadt ging heute glatt mit 0:5 unter. Fahnen wehten trotzdem nur im Gästeblock - und das bis zum Schluss.
Die Spannung war schon sehr früh raus, denn schon nach 17 Minuten stand es 3:0. Dennoch machte es natürlich Spaß, die Zeit bis zum Abpfiff hier zu verbringen. Der Blick auf die Tribünen, den Wald und die Schanze bei bestem Wetter sorgte für gute Laune. In der Tabelle finden sich beide Teams in der unteren Hälfte wieder, aber die Tür zur Meisterrunde ist besonders für Lahti noch weit offen.






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