Donnerstag, 4. Juni 2026

04.06.2026
Relegationsspiel zur 5. Liga (D)
TuS Hornau - CSC 03 Kassel 3:5
Sportanlage am Reis, KR (Kelkheim/Taunus)
350 Zuschauer (15 Gäste)

Die Sportanlage von TuS Hornau wollte ich schon länger mal besuchen. Der Verein ist in Kelkheim am Taunus am äußeren Rand des Stadtteils Hornau beheimatet. Neben einem Vereinsheim und Tennisplätzen gibt es zwei Fußballfelder, nämlich einen Rasen- und einen Kunstrasenplatz. Gespielt wird schon seit geraumer Zeit nur noch auf Kunstrasen und spätestens mit dem Bau einer kleinen Tribüne mit Sitzschalen ist klar, dass man auch in Zukunft ausschließlich auf den Kunstrasen setzen wird. Leider ein Grund, dem Verein keinen Erfolg zu wünschen.

Am heutigen Nachmittag stand das Hinspiel im Halbfinale der Relegationsrunde zur Hessenliga auf dem Programm. Die drei Verbandsliga-Zweiten und der Hessenliga-Fünfzehnte kämpfen um den letzten verbleibenden Platz für die neue Oberliga-Saison. TuS Hornau, im vergangenen Jahr aus der Hessenliga abgestiegen und dieses Jahr Zweiter der Verbandsliga Mitte, empfing den CSC 03 aus Kassel, den diesjährigen Hessenliga-Vertreter. Das war für mich natürlich besonders interessant, da beim CSC etliche ehemalige KSV-Akteure unter Vertrag stehen.

Auf die Spitze treibt es Alban Meha, der gleichzeitig Co-Trainer von Hessen Kassel und Spieler beim CSC 03 ist. Das Spiel begann recht ausgeglichen mit den etwas größeren Chancen für Hornau. Doch die Treffer fielen zunächst auf der anderen Seite, wo der ewig junge Jon Mogge vor dem Tor eiskalt blieb und mit einem Doppelpack den 0:2-Pausenstand eintütete. Danach wurde es wild. Mit Beginn der zweiten Halbzeit begann es zu regnen und die Wolken wurden immer dunkler. Es folgten drei Tore, bis es 1:4 stand, als das Gewitter den Sportplatz erreicht hatte.

Aus dem schönen Panorama-Blick über Kelkheim war längst eine graue Wand geworden. Die Zuschauer flüchteten in Richtung Vereinsheim und der Schiedsrichter unterbrach die Partie. Im Abstand von etwa zehn bis fünfzehn Minuten versuchte der Unparteiische ein ums andere Mal, das Spiel fortzusetzen und bat die Mannschaften aus der Kabine. Doch immer genau in dem Moment, als alle sich wieder auf dem Platz versammelt hatten, war der nächste Blitz zu sehen und sofort ging es wieder in Richtung Vereinsheim. So verbrachten wir die nächste Dreiviertelstunde.

Was passiert, wenn ein Relegations-Halbfinale abgebrochen werden muss? Zeit zum Nachholen gibt es eigentlich keine. Doch tatsächlich pfiff der Schiedsrichter noch einmal zum letzten Versuch an und das Torfestival ging munter weiter. In der 90.+47. Spielminute fiel dann mit dem 3:5 der letzte Treffer eines denkwürdigen Nachmittags. Zu dem Zeitpunkt hatten die meisten Besucher den Sportplatz längst verlassen.