Samstag, 26. März 2016

26.03.2016
4. Liga (D)
Hessen Kassel - Saar 05 Saarbrücken 1:1
Auestadion (Kassel)
1.272 Zuschauer
Es war mein Geburtstag, schönes Wetter, ich hatte Eintrittskarten für die Haupttribüne gewonnen und der Tabellenletzte war zu Gast. Besser konnten die Voraussetzungen für einen entspannten Nachmittag gar nicht sein. Doch dann kam der KSV aus der Kabine und veranstaltete das, was ich über all die Jahre lieben und hassen gelernt habe. Die Löwen bekamen einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen, trafen ins Tor und verwalteten danach nur noch - natürlich vollkommen uninspiriert und letztendlich auch glücklos.
Viele Anhänger brachte dieser Auftritt auf die Palme - oder zumindest auf den Zaun. Gerade einmal drei Tage war es her, dass man den Tabellenzweiten auswärts geschlagen hatte, da konnte einfach niemand verstehen, wie dieselbe Mannschaft sich zu diesem faden Sommerkick hatte hinreißen lassen können. Wieder einmal wurde die Chance verpasst, vielleicht doch noch oben mitspielen zu können. Zum Glück geht es in der nächsten Woche zum Tabellenführer nach Mannheim, solche Spiele scheinen dem Team besser zu liegen.

Sonntag, 13. März 2016

13.03.2016
9. Liga (D)
Alemannia Laubenheim - SV Gau-Algesheim 2:1
Sportzentrum im Laubenheimer Ried (Mainz)
40 Zuschauer (10 Gäste)
Gar nicht schlecht für ein Neuntligaspiel - und das in jeder Hinsicht! Der abgeschlagene Tabellenletzte empfing einen Mitabstiegskandidaten, doch das sah man dem Spiel nicht unbedingt an. Munter ging es hin und her. Mit viel Glück und Wohlwollen des Schiedsrichters gelang den Gastgebern der langersehnte Sieg durch ein Elfmetertor in der Schlussphase, dabei hatte vor allem Gau-Algesheim auf den zweiten Treffer gedrängt. Bitter für die wüst schimpfenden Gäste, doch nicht für alles ist der Schiedsrichter verantwortlich. Auch mal an die eigene Nase fassen.
Das Stadion ist für einen Kunstrasenplatz äußerst sehenswert. Auf der Anlage darf gerne so mancher Fünftligist mal vorbeigucken, um sich anzusehen, wie man Stufen und Dächer baut. Während aber die Laubenheimer Alemannia in die zehnte Liga abzusteigen droht, tritt der Italclub Mainz aktuell in derselben Liga auf derselben Anlage an und könnte dem Sportplatz durch einen Aufstieg sogar in die Achtklassigkeit verhelfen. Der Italclub ist im Moment Tabellenzweiter der A-Klasse Mainz-Bingen.

Samstag, 5. März 2016

05.03.2016
4. Liga (D)
Hessen Kassel - Wormatia Worms 2:1
Auestadion (Kassel)
1.410 Zuschauer (28 Gäste)
Es war mal wieder an der Zeit, Anfang März ein Frohes Neues Jahr in die Runde zu wünschen. Die elend lange Winterpause in der Regionalliga hatte dafür gesorgt, dass vier Monate lang kein Heimspiel im Auestadion stattgefunden hat. Aber der zu erwartende Grottenkick und das schlechte Wetter wussten zu verhindern, dass man sich auf die Premiere im neuen Jahr freute. Nach guter alter Tradition wurde dann auch tatsächlich Fußball zum Einschlafen geboten und der Block schwelgte lieber in alten Zeiten. Julio hätte den reingemacht!
Auch für die Wormser Wormaten geht es schon lange um nichts mehr in dieser Saison und so war auch der wortkarge Auftritt der Gästefans alles andere als erwärmend. Lediglich unsere Kurve spulte ihr Programm ab und durfte am Ende der Partie sogar nochmal richtig durchdrehen. Sylvano Comvalius und Mike Feigenspan drehten ein schon verloren geglaubtes Spiel in den Schlussminuten. Drei schöne Punkte, die die 90 biederen Minuten schnell vergessen machten.

Freitag, 26. Februar 2016

26.02.2016
1. Liga (D)
1.FC Köln - Hertha BSC 0:1
RheinEnergie-Stadion (Köln)
48.900 Zuschauer (1.600 Gäste)
Das Kölner Stadion präsentiert sich als ein recht schönes Viereck: schlicht, steil und stimmungsvoll. Das Bundesliga-Heimspiel des 1.FC gegen die Berliner Hertha war für mich innerhalb Deutschlands die Begegnung mit den viertmeisten Zuschauern und dem höchsten Preis. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen, doch die zu erfüllen war nicht einfach. Auf dem Rasen entwickelte sich ein höhepunktarmes Geplänkel, bei dem ein schöner Angriff zum Sieg reichte. Vedad Ibisevic machte für Hertha den Unterschied.
Auf den Rängen waren beide Fangruppen recht solide unterwegs, aber weit davon entfernt, irgendwelche Bäume ausreißen zu können. Die Kölner präsentierten ein Spruchband nach dem anderen, von denen mir in den meisten Fällen die Hintergrund-Infos fehlten, während die Berliner Kurve für mich leider fast gar nicht einsehbar war. Ein intensiveres Spiel hätte der Stimmung sicherlich gut getan. So bleibt einmal mehr ein durchwachsener Eindruck vom Premiumprodukt Bundesliga. Für 33 Euro kriegt man bei anderen Events mehr geboten.

Donnerstag, 25. Februar 2016

25.02.2016
EuropaLeague - Zwischenrunde
Bayer Leverkusen - Sporting CP 3:1
BayArena (Leverkusen)
26.585 Zuschauer (2.000 Gäste)
Leverkusen gegen Lissabon - Werkself gegen Weltstadt. Ein ungleiches Duell, das sich sportlich schon beinahe im Hinspiel entschieden hatte. Mit einer 0:1-Hypothek reiste Sporting in die Kölner Peripherie, um dort auch recht bald seine Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Bayer zog souverän in die nächste Runde ein. Auf den Rängen dagegen zeigten die Grün-Weißen immer wieder, was möglich gewesen wäre, wenn sich die Partie ein wenig spannender gestaltet hätte. Zogen alle 2.000 Gästeanhänger mit, dann waren sie deutlich lauter als die Leverkusener.
Es ist schwer abzuschätzen, wie viele der mitgereisten Fans wirklich aus Portugal eingeflogen waren, doch es ist anzunehmen, dass die meisten ihren Erstwohnsitz in Deutschland oder seinen westlichen Nachbarländern haben. Mein Reiseweg war einigermaßen überschaubar und trotzdem schaffte ich es, mir durch einen gravierenden Fehler in der Anfahrt zwei Stunden Verspätung einzuhandeln und damit die erste halbe Stunde der Partie zu verpassen. Ein Glück, dass noch mehr als eine Halbzeit zu spielen war und ich den Ground zählen darf. Leverkusen gehört zu den Orten, die man nicht häufiger als nötig ansteuern muss,

Sonntag, 21. Februar 2016

21.02.2016
Testspiel (D)
1.FC Nackenheim - SG Wiesbachtal 3:0
Sportplatz am Schulzentrum (Nackenheim)
22 Zuschauer (10 Gäste)
Es ist bei diesen A-Klasse-Testspielen unheimlich schwer, eine exakte Zuschauerzahl anzugeben. Eintritt muss nicht gezahlt werden, also kommen und gehen die Leute, wie sie gerade möchten. Soll man also die zählen, die am Anfang da waren? Die am Ende? Oder die, die mehr als 45 Minuten gesehen haben? Zählt man herumspielende Kinder mit? Wer gehört zu den Betreuern und wer ist wirklich Zuschauer? Normalerweise spricht man ja bei der Angabe von 'zahlenden Zuschauern'. Dann müsste ich in Nackenheim korrekterweise Null angeben, aber das träfe es nicht.
Also lote ich nach bestem Wissen und Gewissen aus, wie viele echte Zuschauer es wohl wirklich waren und komme in Nackenheim auf 22, wobei natürlich um jeden einzelnen in der Zählung gerungen wurde, ob ich ihn nun dazuzähle oder nicht. Und dann wiederum fragt man sich, für wen man das eigentlich macht? Genau genommen interessiert bei Nackenheim gegen Wiesbachtal nicht mal die Angehörigen das Endergebnis. Aber der kleine Groundhopper freut sich über die Zahlenspielerei und einen neuen Sportplatz auf der Liste, den man zum Glück nie wieder besuchen muss.

Samstag, 20. Februar 2016

20.02.2016
Testspiel (D)
FV Biblis - Olympia Lampertheim 6:3
Pfaffenau-Stadion, KR (Biblis)
16 Zuschauer (4 Gäste)
Das Pfaffenau-Stadion hat einen Rasenplatz mit interessanter Tribüne und ein paar Stufen auf der Gegengerade. Allerdings ist die Anlage derart vernachlässigt, dass man davon ausgehen kann, dass dort demnächst keine Spiele stattfinden. Deshalb musste eben der langweilige Kunstrasenplatz gemacht werden. Dem Platz fehlen jegliche Highlights. Stufen, Kurven, Dächer oder ähnliches sind nicht vorhanden, lediglich das Vereinsheim, aus dem man das Spiel hinter verschmierten Scheiben verfolgen kann.
Doch ich blieb lieber draußen, denn das Spiel hatte wirklich einiges zu bieten, in erster Linie Tore. Neun Stück wurden in der munteren Partie erzielt. Schade, dass es um nichts ging. Gut, dass bald auch in den unteren Ligen der Punktspielbetrieb wieder aufgenommen wird.

Sonntag, 14. Februar 2016

14.02.2016
2. Liga (D)
SC Freiburg - Fortuna Düsseldorf 1:2
Schwarzwald-Stadion (Freiburg)
22.500 Zuschauer (800 Gäste)
Das sollten sichere drei Punkte sein für den SC Freiburg, doch am Ende kam alles ganz anders. Ein abgefälschter Distanzschuss bescherte der Fortuna drei Auswärtspunkte und das nicht einmal unverdient. Der SC tat viel zu wenig für einen Aufstiegsaspiranten, wirkte beinahe verunsichert nach der jüngsten 0:2-Pleite in Bochum. Mir soll es recht sein. Beide Vereine passen gut in die 2. Liga und können gerne dort bleiben. Vorerst bleibt Freiburg auf einem Aufstiegsplatz, mal sehen wie lange noch.
Das Dreisam- beziehungsweise Schwarzwald-Stadion ist wirklich schön. Wolkenverhangene Berge bildeten eine prächtige Kulisse. Nur blöd, wenn man sich für einen Stehplatz entschieden hat und quasi minütlich um seinen Platz kämpfen muss, vor allem wenn man gerne herumläuft und Fotos aus verschiedenen Perspektiven schießen möchte. Die Bratwurst mit 2,70 € leicht überteuert, aber immerhin kann man hier noch mit Bargeld bezahlen. Noch lohnt sich also ein Besuch in Freiburg. Möge der Stadionneubau möglichst lange auf sich warten lassen.

Samstag, 13. Februar 2016

13.02.2016
5. Liga (D)
SGV Freiberg - SSV Reutlingen 2:0
Wasenstadion, KR (Freiberg am Neckar)
400 Zuschauer (80 Gäste)
Oh wei, SSV Reutlingen. Der Traditionsverein steckt mittendrin im Abstiegskampf der Oberliga Baden-Württemberg. Der schwache Auftritt beim Mitkonkurrenten SGV Freiberg machte nicht gerade Hoffnung auf Besserung. Ein Absturz in die Sechstklassigkeit würde die vielleicht beste Fangruppierung der Liga noch weiter verkleinern. Schon in Freiberg hatten die Reutlinger Anhänger beinahe mehr Fahnen als Leute dabei. Nach dem 0:2 verschlug es ihnen zudem noch die Sprache.
Die SGV wurde dagegen über 90 Minuten akustisch unterstützt, und zwar einigermaßen ungewöhnlich durch trommelnde Afrikaner. Vier Asylbewerber aus Gambia haben sich schon vor drei Jahren zusammengeschlossen und sind noch immer dabei, die Blau-Weißen lautstark nach vorne zu trommeln. Schade, dass all das auf dem Kunstrasen passierte und nicht im echten Wasenstadion. Bei Nieselregen wurde es auch für die Zuschauer zu einer Rutschpartie. So werde auch ich noch einmal wiederkommen müssen, um den Hauptplatz zu sehen.

Sonntag, 7. Februar 2016

07.02.2016
Testspiel (D)
SV Sachsenhausen II - Blau-Gelb Frankfurt II 2:1
Sportplatz Mainwasen, KR (Frankfurt)
5 Zuschauer (2 Gäste)
Sensationell, ein unfassbar unterklassiges Testspiel auf einem Kunstrasen ohne Ausbau vor 5 Zuschauern, von denen einer ich selbst war. Ich wollte halt einfach mal wieder einen Doppler machen. Zwei Spiele an einem Tag und dann auch noch in zwei verschiedenen Bundesländern, das ist für jemanden ohne Auto gar nicht so einfach. Der eigentliche Sportplatz Mainwasen ist schon unspektakulär genug, der Kunstrasenplatz daneben wirklich nur ein eingezäuntes Stück Grün.
Direkt nach dem Spiel wurde das Hauptspiel, die Partie der ersten Mannschaft des SV Sachsenhausen, angepfiffen, doch ich war so zeitig vor Ort, das ich pünktlich zum Anpfiff der zweiten Mannschaft ankam. Dann noch auf das dritte Spiel des Tages zu warten wäre zu viel des Guten gewesen.
07.02.2016
Testspiel (D)
FC Basara Mainz - Vorwärts Orient Mainz 7:1
Sportanlage Albert-Schweitzer-Straße (Mainz)
15 Zuschauer (12 Gäste)
Als offizielles Testspiel wurde dieser Kick nicht gewertet, denn beiden Mannschaften fehlten Spieler. Gespielt wurde trotzdem, dann also ein inoffizielles Testspiel. Basara war klar überlegen, brauchte aber bis kurz vor dem Halbzeitpfiff, bis das Leder endlich über die Linie wollte. Bei eisigem Wind und Nieselregen von der Seite war es alles andere als ein gemütlicher Ausflug auf einen Kunstrasen ohne nennenswerten Ausbau. Immerhin drei Stufen, das hat ja auch nicht jeder.
Das große Highlight des Ausflugs war sowieso der Verein Basara an sich. Gegründet vom ehemaligen 05er Spieler Shinji Okazaki hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, die Integration junger Japaner in Deutschland zu vereinfachen. Der kulturelle Austausch steht im Vordergrund, ambitioniert Fußball gespielt werden soll aber auch. Okazaki derweil hat Mainz längst verlassen und ist aktuell mit Leicester City Tabellenführer der Premier League, doch er hat Spuren in Rheinhessen hinterlassen.

Samstag, 6. Februar 2016

06.02.2016
3. Liga (D)
Mainz 05 II - Preußen Münster 2:3
Bruchwegstadion (Mainz)
1.111 Zuschauer (600 Gäste)
Als ich vor knapp fünf Jahren antrat, mir die Münsteraner Fanszene bei deren Auswärtsspiel in Erfurt anzusehen, bekamen die doch glatt ein Reiseverbot und mussten zu Hause bleiben. Nach diversen weiteren gescheiterten Versuchen sollte es nun endlich klappen. Und ich war ganz besonders heiß darauf, die Preußenfans mal zu erleben, denn ihre in zwei Gruppen gespaltene Ultra-Szene ist schon irgendwie was besonderes. Die Gruppo Resistente und die Deviants haben sich zwar ein wenig angenähert, machen aber dennoch beide ihr eigenes Ding.
Das Ergebnis: Zwei Gruppen, die nebeneinander standen und zeitgleich unterschiedliche Dinge sangen. Das war aber gar nicht so schlimm, denn es war aus beiden Lagern ein 90-minütige Singsang mit südländischen Trommel-Rhythmen, der sich mitunter sogar ganz gut ergänzte. Vor ein paar Monaten habe ich Osnabrück an selber Stelle gesehen. Mit ihrem Old School-Auftritt lagen sie Welten von den Preußen entfernt, wobei ich nicht sagen kann, was mir besser gefallen hat. Spielerisch hat mir in jedem Fall das Münster-Spiel besser gefallen. Eine muntere Partie und fünf Tore!

Mittwoch, 13. Januar 2016

13.01.2016
Testspiel (D)
Mainz 05 II - 1.FC Köln II 2:2
Bruchwegstadion, KR1 (Mainz)
50 Zuschauer
In Sichtweite des Bruchwegstadions verfügt Mainz 05 über eine Kunstrasenanlage mit vier Sportplätzen. Keine Ahnung ob man die jemals alle komplettieren kann, aber der Anfang war recht einfach. Die Mainzer Zweite empfing die Kölner Zweite und folgerichtig ging das Spiel 2:2 aus. Beide Mannschaften legten ein flottes Testspiel hin und trafen jeweils einmal per Foulelfmeter in einem ansonsten fairen Spiel, das ohne Karten auskam. Die hätte es höchstens für die Kölner geben können, die zu beiden Halbzeiten jeweils mehr als fünf Minuten zu spät kamen.
Aus Köln war wohl mindestens ein Fan angereist, aber außer der Fahne habe ich niemanden entdecken können. Um die Gästeanzahl zu ermitteln, hätte ich die Fahne klauen und dann darauf achten müssen, wie viele Personen hinter mir her sprinten. Das war es mir dann aber doch nicht wert. Insgesamt motivierten sich rund 50 Besucher für diesen belanglosen Kick an einem Mittwochnachmittag. Das Jahr beginnt mal wieder mit einem Spiel zum Abhaken.

Samstag, 5. Dezember 2015

05.12.2015
7. Liga (D)
FC Bierstadt - SG Rauenthal/Martinsthal 1:1
Sportplatz an der Nauroder Straße (Wiesbaden)
120 Zuschauer (40 Gäste)
Letzter gegen Vorletzter in der Gruppenliga Wiesbaden, doch im Amateurfußball präsentieren sich Schlusslichter längst nicht so verkrampft und ungeschickt wie bisweilen in der Bundesliga, es steht eben nicht gar so viel auf dem Spiel. Und so gab es auch hier wieder eine muntere Partie mit vielen Torraumszenen zu sehen, die leistungsgerecht Unentschieden endete. Besonders für Bierstadt eigentlich zu wenig, da wird die Luft jetzt immer dünner.
Wieder einmal nervte nagelneuer Kunstrasen, aber der Sportplatz an der Nauroder Straße hat doch auch einige Pluspunkte. Gute Verkehrsanbindung, drei, beziehungsweise vier Stufen und eine schöne Eintrittskarte. Leider fehlte die Bratwurst, obwohl sie angeschrieben war - vielleicht ja im Sommer? Hoffentlich dann immer noch in der Gruppenliga, denn Bierstadt gehört da durchaus hin!

Sonntag, 29. November 2015

29.11.2015
8. Liga (D)
Fontana Finthen - Schott Mainz II 1:3
BSA Mainz-Finthen (Mainz)
60 Zuschauer (25 Gäste)
Immerhin, für einen Kunstrasenplatz ist das ganz okay, was Fontana Finthen da ins Rennen wirft. Drei Stufen auf der einen, zwei Stufen auf der anderen Seite reichen in jedem Fall aus, um die überschaubare Anzahl Zuschauer unterzubringen. Außerdem sind die kunstrasentypischen blauen und gelben Linien auf dem Platz schon arg verblichen, braucht sowieso niemand. Verpflegung gibt es außerhalb des Sportplatzes, sodass man die Spiele theoretisch sogar bewirtet sehen könnte ohne Eintritt zu bezahlen.
Schade, dass die Fontana, die sich schon seit längerem für Integration einsetzt und einen besseren Sportplatz besitzt als etwa Hechtsheim oder Mombach, im letzten Jahr in die 8. Liga abgestiegen ist. Auf dem direkten Weg nach oben ist leider nur der heutige Gegner, Schott II, auf den man in der Landesliga sicher auch gut verzichten könnte. Der Tabellenführer lag zur Pause mit 0:1 zurück, drehte die Partie am Ende aber doch standesgemäß und bleibt Topfavorit auf die Meisterschaft.

Sonntag, 22. November 2015

22.11.2015
6. Liga (D)
VfB Ginsheim - Eintracht Wald-Michelbach 2:2
Sport- und Jugendzentrum an der Mainspitze (Ginsheim-Gustavsburg)
150 Zuschauer (20 Gäste)
Der VfB Ginsheim hat gebaut und ist umgezogen. An der Mainspitze ist ein topmodernes Sportzentrum mit mehreren Sportplätzen entstanden. Für meinen Geschmack ist alles ein bisschen zu neu, zu steril, daran kann auch die "Volksbank Mainspitze Tribüne" nichts ändern. Jedoch geben diese putzige Tribüne und der beeindruckende Lärmschutzwall der Anlage dann doch eine eigene Note. Das beste ist aber die Bratwurst, für den Südwesten herausragend und meine bisher beste im Mainzer Raum.
Der Tabellenzweite ging gegen den Tabellenvorletzten zur Pause standesgemäß mit 2:0 in Führung, doch danach spielten die Ginsheimer zu phlegmatisch und ließen sich noch zwei Gegentreffer einschenken - vollkommen unnötig. Bei eisigster Kälte sorgten also immerhin der Spielverlauf und der Sonnenuntergang für ein bisschen Wärme im Spätnovember.

Samstag, 21. November 2015

21.11.2015
6. Liga (D)
VfB Gießen - FC Ederbergland 2:0
Waldstadion, KR (Gießen)
230 Zuschauer (20 Gäste)
Der VfB Gießen trat zum Verbandsliga-Spitzenspiel nicht im Waldstadion, sondern auf dessen Kunstrasenplatz an, was in diesem Fall nicht die übliche Kunstrasenkatastrophe war, denn dieser Nebenplatz hatte durchaus ein bisschen was zu bieten. Etwa eine Stehtribüne, die man nicht betreten durfte, woran sich aber eine dreistellige Anzahl der Besucher nicht hielt. Beim nächsten Besuch spielt der VfB dann aber doch besser im Stadion, denn das ist noch um einiges schöner anzusehen.
Mit Blick auf den enteilten Spitzenreiter aus Kelsterbach war dieses Duell der Verfolger ein besonders wichtiges, denn der Dritte empfing den Zweiten und nur bei einem Sieg würde Gießen den Anschluss halten. Das schafften die Gastgeber durch eine beherzte Leistung, der Traum zumindest von der Relegationsteilnahme lebt also weiter. Die Fankurve war ein wenig ausgedünnt - wohl aufgrund des Eintracht-Heimspiels - aber dennoch sind die zwei Hände voll singende Schlachtenbummler mit das beste was die Liga zu bieten hat.