27.10.2013
2. Liga (P)
Atlético CP - Leixões SC 0:1
Estádio da Tapadinha (Lissabon)
350 Zuschauer (43 Gäste)
Da das Estádio da Tapadinha sieben Kilometer von meiner Haustür entfernt liegt, legte ich meinen Sonntagsspaziergang so, dass ich gerade pünktlich zum Anpfiff dort war und mein erstes Zweitligaspiel in Portugal besuchte. Ich nahm ein Sonnenbad in der Nordkurve, während sich quasi alle anderen herzlich über das Spiel aufregten. Das war aber auch ein Grottenkick besonderen Ausmaßes. Atlético traf einmal den Pfosten, die Gäste aus Leixões einmal ins Tor und das war es dann an erwähnenswerten Szenen.
Das Stadion ist kultig, auch die Besucher sind teilweise kultig, aber Stimmung kam nur aus dem Gästeblock. Ein Dutzend Rot-Weißer fing so etwa in der 10. Minute mit Singen an und hörte erst mit dem Schlusspfiff wieder auf. Leixões findet sich jetzt irgendwo im Niemandsland der Tabelle wieder, Atlético könnte in Abstiegsgefahr geraten.
Sonntag, 27. Oktober 2013
Mittwoch, 23. Oktober 2013
23.10.2013
Mein erstes richtiges Championsleaguespiel seit mehr als 15 Jahren, dazwischen sah ich 472 unterklassigere Partien. Nun wollte ich für meine 35 Euro aber auch was geboten bekommen und pfeifen dürfen, wenn die Partie nicht meinen Vorstellungen entsprach. Richtig asozialer moderner Fußball eben. Ich hatte einen optimalen Platz, ungefähr fünfte Reihe auf Höhe der Mittellinie, den ich zur Pause völlig durchnässt gegen einen Stehplatz im Trockenen eintauschte. Frustriert war ich aber nicht, denn der Starkregen verpasste dem Spiel die Bemerkung 'Wasserschlacht'.
Und auch das Publikum wachte endlich mal auf. Das mittelmäßige Spiel war dramatisch geworden und auch wenn die Benfica-Kurve nicht mehr das ist, was sie wohl mal war, lärmte sie in der zweiten Halbzeit doch ganz gut. Bis dahin hatten die 800 griechischen Gästefans meist die akustische Oberhand. Da Paris überlegen durch die Gruppe marschiert und Anderlecht ohne Punkte Letzter ist, werden diese beiden Mannschaften das Weiterkommen in Championsleague und Europaliga unter sich ausmachen.
Championsleague-Gruppenphase
SL Benfica - Olimpiakos Piräus 1:1
Estádio
da Luz (Lissabon)
38.149
Zuschauer (800 Gäste)
Mein erstes richtiges Championsleaguespiel seit mehr als 15 Jahren, dazwischen sah ich 472 unterklassigere Partien. Nun wollte ich für meine 35 Euro aber auch was geboten bekommen und pfeifen dürfen, wenn die Partie nicht meinen Vorstellungen entsprach. Richtig asozialer moderner Fußball eben. Ich hatte einen optimalen Platz, ungefähr fünfte Reihe auf Höhe der Mittellinie, den ich zur Pause völlig durchnässt gegen einen Stehplatz im Trockenen eintauschte. Frustriert war ich aber nicht, denn der Starkregen verpasste dem Spiel die Bemerkung 'Wasserschlacht'.
Und auch das Publikum wachte endlich mal auf. Das mittelmäßige Spiel war dramatisch geworden und auch wenn die Benfica-Kurve nicht mehr das ist, was sie wohl mal war, lärmte sie in der zweiten Halbzeit doch ganz gut. Bis dahin hatten die 800 griechischen Gästefans meist die akustische Oberhand. Da Paris überlegen durch die Gruppe marschiert und Anderlecht ohne Punkte Letzter ist, werden diese beiden Mannschaften das Weiterkommen in Championsleague und Europaliga unter sich ausmachen.
Freitag, 11. Oktober 2013
Samstag, 28. September 2013
28.09.2013
3. Liga (P)
Boavista Porto - Amarante FC 2:1
Estádio do Bessa (Porto)
750 Zuschauer
Auch wenn man viele schöne Stadien gesehen hat, gibt es einige, die man sich vor die eigene Haustür wünscht, um öfter hingehen zu können. Das Estádio do Bessa ist ein Traum für Stadionliebhaber und es ist ein Albtraum, wie wenige Besucher dies wertschätzen. Weniger als 1.000 Fans kamen zum Drittliga-Spitzenspiel in die altehrwürdige Spielstätte, dabei gab es durchaus ansehnlichen Fußball mit einem hochverdienten neuen Tabellenführer zu sehen. Vielleicht spielt Boavista Porto in der nächsten Saison ja zumindest wieder zweitklassig.
Es ist beeindruckend offensichtlich, dass das Stadion zur EM 2004 zum letzten Mal geputzt und aufpoliert wurde und sehr interessant, wie ein Stadion und sein Fußballklub in nicht mal einem Jahrzehnt herunterkommen können. Läuft man durch die verwaisten grauen Betonmauern hinter der Nordtribüne, so erinnert eigentlich so gar nichts mehr an ein Fußballstadion und man hofft eigentlich nur, dass die Ruine nicht genau in diesem Moment gesprengt wird. Sollte man gesehen haben.
3. Liga (P)
Boavista Porto - Amarante FC 2:1
Estádio do Bessa (Porto)
750 Zuschauer
Auch wenn man viele schöne Stadien gesehen hat, gibt es einige, die man sich vor die eigene Haustür wünscht, um öfter hingehen zu können. Das Estádio do Bessa ist ein Traum für Stadionliebhaber und es ist ein Albtraum, wie wenige Besucher dies wertschätzen. Weniger als 1.000 Fans kamen zum Drittliga-Spitzenspiel in die altehrwürdige Spielstätte, dabei gab es durchaus ansehnlichen Fußball mit einem hochverdienten neuen Tabellenführer zu sehen. Vielleicht spielt Boavista Porto in der nächsten Saison ja zumindest wieder zweitklassig.
Es ist beeindruckend offensichtlich, dass das Stadion zur EM 2004 zum letzten Mal geputzt und aufpoliert wurde und sehr interessant, wie ein Stadion und sein Fußballklub in nicht mal einem Jahrzehnt herunterkommen können. Läuft man durch die verwaisten grauen Betonmauern hinter der Nordtribüne, so erinnert eigentlich so gar nichts mehr an ein Fußballstadion und man hofft eigentlich nur, dass die Ruine nicht genau in diesem Moment gesprengt wird. Sollte man gesehen haben.
Freitag, 27. September 2013
27.09.2013
1. Liga (P)
FC Porto - Vitoria Guimaraes 1:0
Estádio do Dragão (Porto)
32.209 Zuschauer (500 Gäste)
Der Zug nach Porto? Ausverkauft. Der nächste fuhr 90 Minuten später und brauchte dafür eine halbe Stunde länger. Das Abendspiel praktisch schon abgehakt, kam ich 50 Minuten vor Anpfiff in Gaia an, einem Vorort von Porto, wo ich übernachtete. Erst meine Couchsurferin überredete mich, es vielleicht doch noch mit dem Stadionbesuch zu probieren. Tatsächlich kam ich zehn Minuten vor Anpfiff an, ließ die Schlange an den Kassenhäuschen links liegen und kaufte auf dem Schwarzmarkt eine 14 Euro zu teure Karte. Egal, hauptsache pünktlich.
Den FC Porto kannte ich ja schon aus der Vorwoche und wieder war ich in deren Fanblock gelandet. Diesmal sang ich auch mit, hatte ja sowieso nichts besseres zu tun. Choreographien gabs auf beiden Hintertorseiten, wovon ich an einer quasi beteiligt war und darum nicht sehen konnte, was dargestellt wurde. Die Gäste aus Guimaraes waren zum Anpfiff vielleicht zu Zehnt und wurden dann bis zum Ende der 1. Halbzeit nach und nach ungefähr 500 und dann sogar hörbar. Das Spiel wurde von Porto klar dominiert, zum Tor brauchten sie aber dennoch einen Elfmeter.
1. Liga (P)
FC Porto - Vitoria Guimaraes 1:0
Estádio do Dragão (Porto)
32.209 Zuschauer (500 Gäste)
Der Zug nach Porto? Ausverkauft. Der nächste fuhr 90 Minuten später und brauchte dafür eine halbe Stunde länger. Das Abendspiel praktisch schon abgehakt, kam ich 50 Minuten vor Anpfiff in Gaia an, einem Vorort von Porto, wo ich übernachtete. Erst meine Couchsurferin überredete mich, es vielleicht doch noch mit dem Stadionbesuch zu probieren. Tatsächlich kam ich zehn Minuten vor Anpfiff an, ließ die Schlange an den Kassenhäuschen links liegen und kaufte auf dem Schwarzmarkt eine 14 Euro zu teure Karte. Egal, hauptsache pünktlich.
Den FC Porto kannte ich ja schon aus der Vorwoche und wieder war ich in deren Fanblock gelandet. Diesmal sang ich auch mit, hatte ja sowieso nichts besseres zu tun. Choreographien gabs auf beiden Hintertorseiten, wovon ich an einer quasi beteiligt war und darum nicht sehen konnte, was dargestellt wurde. Die Gäste aus Guimaraes waren zum Anpfiff vielleicht zu Zehnt und wurden dann bis zum Ende der 1. Halbzeit nach und nach ungefähr 500 und dann sogar hörbar. Das Spiel wurde von Porto klar dominiert, zum Tor brauchten sie aber dennoch einen Elfmeter.
Sonntag, 22. September 2013
22.09.2013
1. Liga (P)
Estoril Praia - FC Porto 2:2
Estádio António Coimbra da Mota (Estoril)
4.689 Zuschauer (3.000 Gäste)
Ein ausverkauftes Fußballspiel, bei dem am Ende aber doch nur 4.689 Zuschauer vermeldet wurden, verbrachte ich schwarzmarktbedingt im Gästeblock. Das war allerdings ohnehin kaum zu vermeiden, denn wenn der FC Porto kommt, dann ist der Gästesektor nicht gerade klein. Freilich sind die meisten von ihnen Exil-Portuenser, doch mit so vielen hätte ich dennoch an einem Sonntagabend um 20:15 Uhr nicht gerechnet. Umso erstaunlicher, dass auf Heimseite trotz so weniger Zuschauer so viele aktive Fans für richtig gute Stimmung sorgten.
Das Spitzenspiel hielt, was es versprach. Das 2:2 war ein hochklassiges Spiel ohne Atempausen, bei der bis zum Schluss beide Mannschaften auf Sieg spielten. Nach der Partie, als alle zum Ausgang drängten, verhängte die Polizei erstmal eine völlig unnötige Blocksperre, die durch wütende, um sich schlagende Fans, beinahe zu einer Panik, aber immerhin schon zu Tränen in den Gesichtern einiger Fans führte. Erst als eine Tür zum Ausgang eingetreten werden konnte, deeskalierte die Lage. Durch die Aktion verpasste ich meine Bahn, aber immerhin gibts in Estoril ja einen Strand...
1. Liga (P)
Estoril Praia - FC Porto 2:2
Estádio António Coimbra da Mota (Estoril)
4.689 Zuschauer (3.000 Gäste)
Ein ausverkauftes Fußballspiel, bei dem am Ende aber doch nur 4.689 Zuschauer vermeldet wurden, verbrachte ich schwarzmarktbedingt im Gästeblock. Das war allerdings ohnehin kaum zu vermeiden, denn wenn der FC Porto kommt, dann ist der Gästesektor nicht gerade klein. Freilich sind die meisten von ihnen Exil-Portuenser, doch mit so vielen hätte ich dennoch an einem Sonntagabend um 20:15 Uhr nicht gerechnet. Umso erstaunlicher, dass auf Heimseite trotz so weniger Zuschauer so viele aktive Fans für richtig gute Stimmung sorgten.
Das Spitzenspiel hielt, was es versprach. Das 2:2 war ein hochklassiges Spiel ohne Atempausen, bei der bis zum Schluss beide Mannschaften auf Sieg spielten. Nach der Partie, als alle zum Ausgang drängten, verhängte die Polizei erstmal eine völlig unnötige Blocksperre, die durch wütende, um sich schlagende Fans, beinahe zu einer Panik, aber immerhin schon zu Tränen in den Gesichtern einiger Fans führte. Erst als eine Tür zum Ausgang eingetreten werden konnte, deeskalierte die Lage. Durch die Aktion verpasste ich meine Bahn, aber immerhin gibts in Estoril ja einen Strand...
Samstag, 21. September 2013
21.09.2013
1. Liga (P)
Sporting CP - FC Rio Ave 1:1
Estádio José Alvalade XXI (Lissabon)
31.516 Zuschauer
Wenn man einen Stadionbesuch als sehr gut in Erinnerung hat, dann sollte man es vielleicht vermeiden, die Spielstätte ein zweites Mal aufzusuchen. Denn fast mit Ansage konnte Sporting sowohl sportlich als auch fantechnisch nicht an das anknüpfen, was ich dort vor zwei Jahren im Europapokal erlebt hatte. Damals gab es ein verdientes 2:1 gegen Lazio Rom und obwohl diesmal gegen Rio Ave annähernd genau so viele Menschen im Publikum saßen (es kam mir sogar mehr vor) war die Stimmung nun alles andere als sehr gut.
Fast immer waren auch auf der gegenüberliegenden Seite die Vorsänger mit ihren Mikrophonen besser zu hören als die Kurve, die wirklich nur im Notfall (nach dem Tor) mal ganz laut wurde. Mittlerweile scheint es auch die zweite Ultra-Gruppierung auf der gegenüberliegenden Seite nicht mehr an dieser Stelle zu geben, wobei ich das von meinem Platz gar nicht hätte sehen können. Der Gästeblock war auch außerhalb meines Sichtfeldes. Keine Ahnung, wie viele da waren, zumindest haben die Spieler von Rio Ave nach der Partie in Richtung Gästekurve geklatscht.
1. Liga (P)
Sporting CP - FC Rio Ave 1:1
Estádio José Alvalade XXI (Lissabon)
31.516 Zuschauer
Wenn man einen Stadionbesuch als sehr gut in Erinnerung hat, dann sollte man es vielleicht vermeiden, die Spielstätte ein zweites Mal aufzusuchen. Denn fast mit Ansage konnte Sporting sowohl sportlich als auch fantechnisch nicht an das anknüpfen, was ich dort vor zwei Jahren im Europapokal erlebt hatte. Damals gab es ein verdientes 2:1 gegen Lazio Rom und obwohl diesmal gegen Rio Ave annähernd genau so viele Menschen im Publikum saßen (es kam mir sogar mehr vor) war die Stimmung nun alles andere als sehr gut.
Fast immer waren auch auf der gegenüberliegenden Seite die Vorsänger mit ihren Mikrophonen besser zu hören als die Kurve, die wirklich nur im Notfall (nach dem Tor) mal ganz laut wurde. Mittlerweile scheint es auch die zweite Ultra-Gruppierung auf der gegenüberliegenden Seite nicht mehr an dieser Stelle zu geben, wobei ich das von meinem Platz gar nicht hätte sehen können. Der Gästeblock war auch außerhalb meines Sichtfeldes. Keine Ahnung, wie viele da waren, zumindest haben die Spieler von Rio Ave nach der Partie in Richtung Gästekurve geklatscht.
Sonntag, 15. September 2013
15.09.2013
1. Liga (P)
Académica de Coimbra - Os Belenenses 2:1
Estádio Cidade de Coimbra (Coimbra)
7.085 Zuschauer (60 Gäste)
Der Kassierer hatte eine ganze Ladung an Eintrittskarten fein säuberlich vor sich auf einen Tisch gelegt, grinste mich an und erklärte, ich könne zahlen, was immer ich zahlen möchte. 1, 2 oder 5 Euro, das Geld gehe heute an die Feuerwehr. Ich gab etwas mehr, weil ich solche Aktionen liebe (einmal konnte man in Coimbra mit Lebensmitteln zahlen, die dann gespendet wurden) und musste nach der Partie nachlesen, dass 6.824 Euro zusammengekommen waren, obwohl mehr als 7.000 Besucher vor Ort waren. Schade, da wär doch mehr drin gewesen.
Mein erstes portugiesisches Erstligaspiel seit über sieben Jahren und erneut waren Os Belenenses daran beteiligt. Die Jungs aus Belém gastierten im EM-Stadion von Coimbra und unterlagen aufgrund der eigenen Unfähigkeit, Tore aus dem Spiel heraus zu erzielen. Spielerisch war das gar nicht mal schlecht, doch das einzige Auswärtstor resultierte aus einem Elfmeter. So fuhr Coimbra einen etwas schmeichelhaften Heimdreier ein, doch allzu viel mehr als Abstiegskampf wird für dieses Team wohl nicht drin sein.
1. Liga (P)
Académica de Coimbra - Os Belenenses 2:1
Estádio Cidade de Coimbra (Coimbra)
7.085 Zuschauer (60 Gäste)
Der Kassierer hatte eine ganze Ladung an Eintrittskarten fein säuberlich vor sich auf einen Tisch gelegt, grinste mich an und erklärte, ich könne zahlen, was immer ich zahlen möchte. 1, 2 oder 5 Euro, das Geld gehe heute an die Feuerwehr. Ich gab etwas mehr, weil ich solche Aktionen liebe (einmal konnte man in Coimbra mit Lebensmitteln zahlen, die dann gespendet wurden) und musste nach der Partie nachlesen, dass 6.824 Euro zusammengekommen waren, obwohl mehr als 7.000 Besucher vor Ort waren. Schade, da wär doch mehr drin gewesen.
Mein erstes portugiesisches Erstligaspiel seit über sieben Jahren und erneut waren Os Belenenses daran beteiligt. Die Jungs aus Belém gastierten im EM-Stadion von Coimbra und unterlagen aufgrund der eigenen Unfähigkeit, Tore aus dem Spiel heraus zu erzielen. Spielerisch war das gar nicht mal schlecht, doch das einzige Auswärtstor resultierte aus einem Elfmeter. So fuhr Coimbra einen etwas schmeichelhaften Heimdreier ein, doch allzu viel mehr als Abstiegskampf wird für dieses Team wohl nicht drin sein.
Sonntag, 8. September 2013
08.09.2013
3. Liga (P)
Oriental Lisboa - O Elvas CAD 3:0
Campo Engenheiro Carlos Salema (Lissabon)
300 Zuschauer
Das nach Ingenieur Salemo benannte Stadion ist für Portugal sicher nichts besonderes. Den Stadionbesuch besonders machten stattdessen andere, vorher nicht erlebte Dinge: Etwa vier Polizisten, die über die gesamte Spielzeit direkt an der Seitenlinie wachten. Und dann die eigentlichen Linienrichter: Die machten unmittelbar vor Anpfiff unheimlich amüsante Trockenübungen, rannten die Linie auf und ab, wedelten mit ihren Fahnen, ohne dass außer dem Schiedsrichtergespann jemand auf dem Rasen gewesen wäre. Ein seltsam-komischer Anblick.
Der Eintrittspreis von 7,50 Euro für 3. portugiesische Liga war schon ziemlich übertrieben, auch wenn die Tickets in urigen Kassenhäuschen verkauft wurden und gerade Oriental ein wirklich gut anzusehendes Spiel bot. Schon früh führten die Gastgeber mit 2:0 und als man dachte, da würde nichts mehr anbrennen, kam doch nochmal Feuer in das Geschehen. Hinter der Haupttribüne brannte ein Dach nieder und nach dem Abpfiff kam dann endlich auch mal die Feuerwehr vorbei. Das Spiel endete hochverdient mit 3:0.
3. Liga (P)
Oriental Lisboa - O Elvas CAD 3:0
Campo Engenheiro Carlos Salema (Lissabon)
300 Zuschauer
Das nach Ingenieur Salemo benannte Stadion ist für Portugal sicher nichts besonderes. Den Stadionbesuch besonders machten stattdessen andere, vorher nicht erlebte Dinge: Etwa vier Polizisten, die über die gesamte Spielzeit direkt an der Seitenlinie wachten. Und dann die eigentlichen Linienrichter: Die machten unmittelbar vor Anpfiff unheimlich amüsante Trockenübungen, rannten die Linie auf und ab, wedelten mit ihren Fahnen, ohne dass außer dem Schiedsrichtergespann jemand auf dem Rasen gewesen wäre. Ein seltsam-komischer Anblick.
Der Eintrittspreis von 7,50 Euro für 3. portugiesische Liga war schon ziemlich übertrieben, auch wenn die Tickets in urigen Kassenhäuschen verkauft wurden und gerade Oriental ein wirklich gut anzusehendes Spiel bot. Schon früh führten die Gastgeber mit 2:0 und als man dachte, da würde nichts mehr anbrennen, kam doch nochmal Feuer in das Geschehen. Hinter der Haupttribüne brannte ein Dach nieder und nach dem Abpfiff kam dann endlich auch mal die Feuerwehr vorbei. Das Spiel endete hochverdient mit 3:0.
Mittwoch, 4. September 2013
04.09.2013
[U19] 1. Liga (P)
SL Benfica - AD Oeiras 1:0
Caixa Futebol Campus (Seixal)
250 Zuschauer (20 Gäste)
Es dürfte das erste Stadion sein, zu dessen Anreise ich als einziges Verkehrsmittel das Schiff benutzt habe. Die U19 von Benfica Lissabon spielt nämlich mal eben 17 Kilometer entfernt vom Estádio da Luz im kleinen Ort Seixal, der sich außerhalb von Lissabon und südlich des Tejo befindet. Für 2,30 Euro gelangt man pro Fahrt auf die Fähre, dafür war der Eintritt ins Stadion gratis. Hochverdient schlug die Jugendmannschaft von Benfica die Gäste aus Oeiras mit 1:0 durch einen Treffer kurz vor Schluss.
Im Jugendzentrum von Benfica wird unterdessen noch gebaut, nämlich eine Hintertortribüne. Wofür, fragt man sich da. Die 250 Zuschauer hatten locker Platz. Aber vielleicht will man die Gästefans noch besser abschotten. Übertrieben bis lächerlich wurden nämlich für die 20 Gäste mehrere Absperrbänder gezogen und auch ich durfte nach der Pause nur noch den Gästesektor betreten, als ich beim Wiederbetreten des Stadions erklärte, ich sei bloß ein Tourist.
[U19] 1. Liga (P)
SL Benfica - AD Oeiras 1:0
Caixa Futebol Campus (Seixal)
250 Zuschauer (20 Gäste)
Es dürfte das erste Stadion sein, zu dessen Anreise ich als einziges Verkehrsmittel das Schiff benutzt habe. Die U19 von Benfica Lissabon spielt nämlich mal eben 17 Kilometer entfernt vom Estádio da Luz im kleinen Ort Seixal, der sich außerhalb von Lissabon und südlich des Tejo befindet. Für 2,30 Euro gelangt man pro Fahrt auf die Fähre, dafür war der Eintritt ins Stadion gratis. Hochverdient schlug die Jugendmannschaft von Benfica die Gäste aus Oeiras mit 1:0 durch einen Treffer kurz vor Schluss.
Im Jugendzentrum von Benfica wird unterdessen noch gebaut, nämlich eine Hintertortribüne. Wofür, fragt man sich da. Die 250 Zuschauer hatten locker Platz. Aber vielleicht will man die Gästefans noch besser abschotten. Übertrieben bis lächerlich wurden nämlich für die 20 Gäste mehrere Absperrbänder gezogen und auch ich durfte nach der Pause nur noch den Gästesektor betreten, als ich beim Wiederbetreten des Stadions erklärte, ich sei bloß ein Tourist.
Montag, 19. August 2013
19.08.2013
1. Liga (CZ)
Slavia Praha - FK Teplice 0:7
Stadion Eden (Prag)
6.458 Zuschauer (150 Gäste)
Klassischer Fall von: Hier hat das Spiel beeindruckt und nicht das Stadion. In der 08/15-Arena von Slavia verloren die Gastgeber historisch mit 0:7 gegen bärenstarke Gäste aus Teplice. Bis zum 0:4 war die Stimmung dennoch ganz gut, nach dem Abpfiff allerdings flogen Stadionzeitungen, Bierbecher und Sitzschalen auf die unterlegene Mannschaft, zudem war die tschechische Version von 'Wir sind Slavia und ihr nicht' zu hören.
Die Stimmung bei den Gästen wurde dagegen erst nach dem 0:4 wirklich gut. Dabei bot die Mannschaft schon vorher einen technisch unheimlich ansehnlichen Fußball. In der Form wird FK vielleicht um die Meisterschaft mitspielen können.
Mehr tschechischer Erstligafußball
1. Liga (CZ)
Slavia Praha - FK Teplice 0:7
Stadion Eden (Prag)
6.458 Zuschauer (150 Gäste)
Klassischer Fall von: Hier hat das Spiel beeindruckt und nicht das Stadion. In der 08/15-Arena von Slavia verloren die Gastgeber historisch mit 0:7 gegen bärenstarke Gäste aus Teplice. Bis zum 0:4 war die Stimmung dennoch ganz gut, nach dem Abpfiff allerdings flogen Stadionzeitungen, Bierbecher und Sitzschalen auf die unterlegene Mannschaft, zudem war die tschechische Version von 'Wir sind Slavia und ihr nicht' zu hören.
Die Stimmung bei den Gästen wurde dagegen erst nach dem 0:4 wirklich gut. Dabei bot die Mannschaft schon vorher einen technisch unheimlich ansehnlichen Fußball. In der Form wird FK vielleicht um die Meisterschaft mitspielen können.
Mehr tschechischer Erstligafußball
19.08.2013
1. Liga (CZ)
Bohemians 1905 Praha - 1.FC Slovacko 1:1
Stadion Dolicek (Prag)
4.053 Zuschauer (70 Gäste)
Wie man mit zwei Spielern mehr auf dem Feld und trotz klarer Überlegenheit ein Spiel trotzdem noch aus der Hand geben kann, veranschaulichten die Bohemians 1905 eindrucksvoll und zeigten damit auf, warum sie nicht aus dem Tabellenkeller kommen. Die Gäste dürften mit dem Punkt hochzufrieden gewesen sein, waren sie hier doch eigentlich das in allen Belangen unterlegene Team.
Das Stadion zeichnet sich vor allem durch die große steile Haupttribüne aus, demgegenüber die Gegengerade kaum der Rede wert ist. Müßig zu erwähnen, dass auch ein Ball in ein Fenster eines der Häuser krachte. Trotzdem gefiel mir die Hintertortribüne auf Seiten der Heimfans am besten. Könnte natürlich auch ein bisschen an der Stimmung gelegen haben, ich hätte stundenlang zuhören können. Einziger, beziehungsweise eisiger Kritikpunkt war die kalte Klobasa. Direkt danach ging es zu Slavia Prag.
1. Liga (CZ)
Bohemians 1905 Praha - 1.FC Slovacko 1:1
Stadion Dolicek (Prag)
4.053 Zuschauer (70 Gäste)
Wie man mit zwei Spielern mehr auf dem Feld und trotz klarer Überlegenheit ein Spiel trotzdem noch aus der Hand geben kann, veranschaulichten die Bohemians 1905 eindrucksvoll und zeigten damit auf, warum sie nicht aus dem Tabellenkeller kommen. Die Gäste dürften mit dem Punkt hochzufrieden gewesen sein, waren sie hier doch eigentlich das in allen Belangen unterlegene Team.
Das Stadion zeichnet sich vor allem durch die große steile Haupttribüne aus, demgegenüber die Gegengerade kaum der Rede wert ist. Müßig zu erwähnen, dass auch ein Ball in ein Fenster eines der Häuser krachte. Trotzdem gefiel mir die Hintertortribüne auf Seiten der Heimfans am besten. Könnte natürlich auch ein bisschen an der Stimmung gelegen haben, ich hätte stundenlang zuhören können. Einziger, beziehungsweise eisiger Kritikpunkt war die kalte Klobasa. Direkt danach ging es zu Slavia Prag.
Samstag, 17. August 2013
Samstag, 3. August 2013
Samstag, 27. Juli 2013
Mittwoch, 24. Juli 2013
24.07.2013
6. Liga (D)
1.FC Passau - TuS Pfarrkirchen 1:1
Dreiflüssestadion (Passau)
400 Zuschauer (100 Gäste)
Zum Derby gegen Pfarrkirchen lockte der 1.FC Passau mit freiem Eintritt für Studenten zum Dank für die Hochwasserhilfe. Ich profitierte einfach mal ohne geholfen zu haben und wurde dann sogar weit länger als nur 90 Minuten unterhalten, denn das Spiel wurde wegen Gewitters zwei Mal unterbrochen. Und auch wenn der Stadionsprecher schon den kompletten Abbruch verkündete, wurde dennoch bis zum Ende durchgespielt. Die Gastgeber wurden auf der sehenswerten Anlage von zehn Fans mit vier Zaunfahnen und einer Trommel unterstützt.
6. Liga (D)
1.FC Passau - TuS Pfarrkirchen 1:1
Dreiflüssestadion (Passau)
400 Zuschauer (100 Gäste)
Zum Derby gegen Pfarrkirchen lockte der 1.FC Passau mit freiem Eintritt für Studenten zum Dank für die Hochwasserhilfe. Ich profitierte einfach mal ohne geholfen zu haben und wurde dann sogar weit länger als nur 90 Minuten unterhalten, denn das Spiel wurde wegen Gewitters zwei Mal unterbrochen. Und auch wenn der Stadionsprecher schon den kompletten Abbruch verkündete, wurde dennoch bis zum Ende durchgespielt. Die Gastgeber wurden auf der sehenswerten Anlage von zehn Fans mit vier Zaunfahnen und einer Trommel unterstützt.
Sonntag, 21. Juli 2013
Sonntag, 14. Juli 2013
Donnerstag, 11. Juli 2013
11.07.2013
Europaliga-Qualifikation
Malmö FF - Drogheda United 2:0
Swedbank Stadion (Malmö)
5.689 Zuschauer (150 Gäste)
Zehn Stunden vor dem Anpfiff stand ich noch am Auestadion und wartete auf meinen Mitfahrer und die folgenden zehn Stunden und knapp 1.000 Kilometer waren wunderbare Groundhopper-Anspannung, ob man es denn auch pünktlich schaffen würde. Aber es klappte. Der Gästeblock voller Iren war in bester Laune, obwohl oder vielleicht gerade weil man hier als Außenseiter angetreten war und nur gewinnen konnte. Am Ende jedoch siegte Malmö verdient mit 2:0 und zog nach dem 0:0 im Hinspiel in die nächste Runde ein.
Das Stadion ist nun nicht wirklich ein Kracher, aber die Stimmung kann dort auch bei nur gut 5.000 Fans recht gut werden. Malmö sorgte durchgängig für Atmosphäre, bei Drogheda war nach dem Rückstand schon ein wenig die Luft raus. Die Iren waren vom Ultra bis zur Großfamilie mit allem angereist, was sich so mobilisieren ließ. Für uns ging es am nächsten Morgen direkt wieder zurück nach Deutschland.
Europaliga-Qualifikation
Malmö FF - Drogheda United 2:0
Swedbank Stadion (Malmö)
5.689 Zuschauer (150 Gäste)
Zehn Stunden vor dem Anpfiff stand ich noch am Auestadion und wartete auf meinen Mitfahrer und die folgenden zehn Stunden und knapp 1.000 Kilometer waren wunderbare Groundhopper-Anspannung, ob man es denn auch pünktlich schaffen würde. Aber es klappte. Der Gästeblock voller Iren war in bester Laune, obwohl oder vielleicht gerade weil man hier als Außenseiter angetreten war und nur gewinnen konnte. Am Ende jedoch siegte Malmö verdient mit 2:0 und zog nach dem 0:0 im Hinspiel in die nächste Runde ein.
Das Stadion ist nun nicht wirklich ein Kracher, aber die Stimmung kann dort auch bei nur gut 5.000 Fans recht gut werden. Malmö sorgte durchgängig für Atmosphäre, bei Drogheda war nach dem Rückstand schon ein wenig die Luft raus. Die Iren waren vom Ultra bis zur Großfamilie mit allem angereist, was sich so mobilisieren ließ. Für uns ging es am nächsten Morgen direkt wieder zurück nach Deutschland.
Sonntag, 7. Juli 2013
Freitag, 28. Juni 2013
Sonntag, 2. Juni 2013
Mittwoch, 29. Mai 2013
29.05.2013
Relegationsspiel zur 3. Liga (D)
Holstein Kiel - Hessen Kassel 2:0
Holstein-Stadion (Kiel)
9.382 Zuschauer (800 Gäste)
Aufstiegsspiele können so schön sein. Wenn man gewinnt. Wenn man aber schon nach 45 Minuten merkt, dass das wohl nichts wird und eine komplette Saison sinnentleert wird, dann sind diese Spiele umso ernüchternder. Um das positive herauszuziehen: 800 Kasseler fahren an einem Mittwoch insgesamt 800 Kilometer, und zwar nur um ihr Team zu unterstützen und nicht weil gegen Darmstadt oder Offenbach eine 3. Halbzeit stattfinden könnte. Diese großartige Atmosphäre rund um eine Auswärtspartie erlebt man als Hessenlöwe leider zu selten.
Relegationsspiel zur 3. Liga (D)
Holstein Kiel - Hessen Kassel 2:0
Holstein-Stadion (Kiel)
9.382 Zuschauer (800 Gäste)
Aufstiegsspiele können so schön sein. Wenn man gewinnt. Wenn man aber schon nach 45 Minuten merkt, dass das wohl nichts wird und eine komplette Saison sinnentleert wird, dann sind diese Spiele umso ernüchternder. Um das positive herauszuziehen: 800 Kasseler fahren an einem Mittwoch insgesamt 800 Kilometer, und zwar nur um ihr Team zu unterstützen und nicht weil gegen Darmstadt oder Offenbach eine 3. Halbzeit stattfinden könnte. Diese großartige Atmosphäre rund um eine Auswärtspartie erlebt man als Hessenlöwe leider zu selten.
Abonnieren
Posts (Atom)