29.10.2017
7. Liga (D)
VfR Kirn - SG Hüffelsheim 3:1
Sportzentrum Loh (Kirn)
148 Zuschauer (40 Gäste)
Wieder einmal galt es einen Berg zu besteigen, um dort mit einem Fußballspiel belohnt zu werden. Das Stadion liegt ziemlich genau 100 Meter höher als der Bahnhof. Der Weg dazwischen führt durch einen Wald und ist zwischenzeitlich nicht mal wirklich ein Weg. Außer meinem Freund Google Maps, der mir diesen Schleichweg empfohlen hatte, war wohl noch nie jemand dort. Bemerkenswert, dass ich es nach einer knappen Stunde geradeso pünktlich zum Anpfiff schaffte. Wer wollte, nahm sich einen Stuhl im Vereinsheim und dann ging's los.
Das Stadion gefällt mir. Auf den beiden Geraden gibt es jede Menge Stehplätze und auch einige Sitzbänke. Direkt am Eingang hat man die Möglichkeit, hinter einem Tor deutlich erhöht zu stehen und einen guten Überblick zu haben. Für die Regentage fehlt leider ein Dach, aber dafür hat man aus dem Vereinsheim heraus einen guten Blick aufs Feld und kann zur Not auch dorthin ausweichen. Bratwurst und eine Rote Wurst gab es für jeweils zwei Euro - absolut sympathischer Tiefpreis! Da schlug ich gerne doppelt zu. Kurzum: Eine Sportanlage, auf der man sich wohlfühlt.
Auf dem Rasen gönnte ich dem VfR sodann auch den Heimsieg. Nach einer starken ersten Hälfte, nach der es allerdings nur 1:1 stand, ruhte Kirn sich ein wenig aus und hätte sich über Gegentore nicht beschweren dürfen. Am Ende drehten sie aber nochmal auf und stellten auf 3:1. Nach dem Spiel wurde es am Tag der Zeitumstellung schnell dunkel, sodass ich die befestigte Straße anstelle des Waldes wählte. Nach etwa zwanzig den Berg hinab fahrenden Autos (allesamt Stadionbesucher) stoppte ein Wagen für mich und ein älterer Herr brachte mich direkt zum Bahnhof, wo drei Minuten später ein Zug für mich einfuhr. So geht's also auch.
Sonntag, 29. Oktober 2017
Samstag, 21. Oktober 2017
21.10.2017
4. Liga (D)
FSV Frankfurt - Hessen Kassel 4:1
Stadion am Bornheimer Hang (Frankfurt)
1.899 Zuschauer (250 Gäste)
Es war mein elfter Besuch am Bornheimer Hang - und das elf Jahre nach dem Erstbesuch. Kein anderes Stadion außerhalb Kassels habe ich so häufig besucht. Die Ausflüge unterschieden sich allerdings extrem, was den Spaßfaktor angeht. Vor elf Jahren stieg Kassel hier in die Regionalliga auf. Es folgten weniger emotionale Auftritte gegen die zweiten Mannschaften der Eintracht und des FSV Frankfurt und nun zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Duell gegen die Erste der Bornheimer. Das ging aus Kasseler Sicht komplett schief. Mit 1:4 unterlagen die Löwen.
Die Fanblöcke der beiden Vereine waren in etwa gleich groß, die Kasseler allerdings deutlich lauter. Umso putziger, dass sich die FSV-Fans per Spruchband über die Kasseler Kurve lustig machten. So richtig voll wurde es im Heimbereich erst, als dort unvermittelt die Polizei einmarschierte. Vorher waren einige Böller gezündet worden und es kam innerhalb und außerhalb des Stadions zu einigen Attacken und Laufeinheiten auf beiden Seiten. Prognose: Beide Vereine werden mit Ach und Krach die Liga halten. Dann könnte es in Zukunft ein nettes Duell auf Augenhöhe werden.
4. Liga (D)
FSV Frankfurt - Hessen Kassel 4:1
Stadion am Bornheimer Hang (Frankfurt)
1.899 Zuschauer (250 Gäste)
Es war mein elfter Besuch am Bornheimer Hang - und das elf Jahre nach dem Erstbesuch. Kein anderes Stadion außerhalb Kassels habe ich so häufig besucht. Die Ausflüge unterschieden sich allerdings extrem, was den Spaßfaktor angeht. Vor elf Jahren stieg Kassel hier in die Regionalliga auf. Es folgten weniger emotionale Auftritte gegen die zweiten Mannschaften der Eintracht und des FSV Frankfurt und nun zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Duell gegen die Erste der Bornheimer. Das ging aus Kasseler Sicht komplett schief. Mit 1:4 unterlagen die Löwen.
Die Fanblöcke der beiden Vereine waren in etwa gleich groß, die Kasseler allerdings deutlich lauter. Umso putziger, dass sich die FSV-Fans per Spruchband über die Kasseler Kurve lustig machten. So richtig voll wurde es im Heimbereich erst, als dort unvermittelt die Polizei einmarschierte. Vorher waren einige Böller gezündet worden und es kam innerhalb und außerhalb des Stadions zu einigen Attacken und Laufeinheiten auf beiden Seiten. Prognose: Beide Vereine werden mit Ach und Krach die Liga halten. Dann könnte es in Zukunft ein nettes Duell auf Augenhöhe werden.
Sonntag, 15. Oktober 2017
15.10.2017
8. Liga (D)
FVgg 06 Kastel - 1.FC Naurod 1:0
Stadion an der Witz (Wiesbaden)
100 Zuschauer (30 Gäste)
Mehr als sechs Jahre liegt mein Erstbesuch auf dieser Anlage zurück. Doch damals war Winter und es wurde auf dem Kunstrasen nebenan gespielt. Also kehrte ich mehrmals im Sommer zurück, um den Rasenplatz zu besuchen. Doch immer wieder wurde ich enttäuscht: Kein Spielbetrieb auf dem Hauptplatz. Der Rasen musste erneuert werden und einmal bekam ich sogar eine kleine Einführung in die Rasenpflege, als mir im Detail erklärt wurde, warum man noch nicht wieder auf dem Rasen spielen könne. Doch die Leidenszeit hat ein Ende: Die FVgg spielt wieder auf Rasen!
Der Sportplatz liegt nur drei Kilometer von meiner Haustür entfernt. Einmal über den Rhein und schon ist man da - in einem Mainzer Stadtteil auf hessischem Boden. Das Stadion gehört zu den schönsten in der Region. Die putzige Sitzplatztribüne mit den 26 blauen Sitzschalen und die maroden Stufen hinter dem Tor haben es mir besonders angetan. Die besten Zeiten des Vereins liegen leider schon weit zurück. Vor etwa 40 Jahren spielte man in der Oberliga auch gegen den KSV Hessen und ich kenne Menschen, die behaupten, damals hier dabei gewesen zu sein.
Nun heißt der Alltag in Kastel Achtklassigkeit. Völlig verdient gewannen die Gelb-Schwarzen mit 1:0 gegen Naurod und ließen sich mit dem Siegtreffer bis zur 80. Minute unnötig viel Zeit. Es lag allerdings schon auch ein bisschen am Schiedsrichter, der sich über 90 Minuten den Unmut beider Mannschaften erarbeitete und mehrere fällige Strafstöße verweigerte. Zur Krönung pfiff er das Spiel ab, als Kastel, nachdem der Torwart schon verladen wurde, mit dem nächsten Schuss wohl das 2:0 erzielt hätte. Aber das gab es ja am Wochenende auch höherklassig, viele Grüße nach Bielefeld.
8. Liga (D)
FVgg 06 Kastel - 1.FC Naurod 1:0
Stadion an der Witz (Wiesbaden)
100 Zuschauer (30 Gäste)
Mehr als sechs Jahre liegt mein Erstbesuch auf dieser Anlage zurück. Doch damals war Winter und es wurde auf dem Kunstrasen nebenan gespielt. Also kehrte ich mehrmals im Sommer zurück, um den Rasenplatz zu besuchen. Doch immer wieder wurde ich enttäuscht: Kein Spielbetrieb auf dem Hauptplatz. Der Rasen musste erneuert werden und einmal bekam ich sogar eine kleine Einführung in die Rasenpflege, als mir im Detail erklärt wurde, warum man noch nicht wieder auf dem Rasen spielen könne. Doch die Leidenszeit hat ein Ende: Die FVgg spielt wieder auf Rasen!
Der Sportplatz liegt nur drei Kilometer von meiner Haustür entfernt. Einmal über den Rhein und schon ist man da - in einem Mainzer Stadtteil auf hessischem Boden. Das Stadion gehört zu den schönsten in der Region. Die putzige Sitzplatztribüne mit den 26 blauen Sitzschalen und die maroden Stufen hinter dem Tor haben es mir besonders angetan. Die besten Zeiten des Vereins liegen leider schon weit zurück. Vor etwa 40 Jahren spielte man in der Oberliga auch gegen den KSV Hessen und ich kenne Menschen, die behaupten, damals hier dabei gewesen zu sein.
Nun heißt der Alltag in Kastel Achtklassigkeit. Völlig verdient gewannen die Gelb-Schwarzen mit 1:0 gegen Naurod und ließen sich mit dem Siegtreffer bis zur 80. Minute unnötig viel Zeit. Es lag allerdings schon auch ein bisschen am Schiedsrichter, der sich über 90 Minuten den Unmut beider Mannschaften erarbeitete und mehrere fällige Strafstöße verweigerte. Zur Krönung pfiff er das Spiel ab, als Kastel, nachdem der Torwart schon verladen wurde, mit dem nächsten Schuss wohl das 2:0 erzielt hätte. Aber das gab es ja am Wochenende auch höherklassig, viele Grüße nach Bielefeld.
Samstag, 23. September 2017
23.09.2017
1. Liga (D)
Mainz 05 - Hertha BSC 1:0
Opel-Arena (Mainz)
23.517 Zuschauer (1.500 Gäste)
Und ihr wollt erste Liga sein? Nur Freunde von Fehlpässen und verwaisten Strafräumen kamen beim Spiel zwischen Mainz und Hertha auf ihre Kosten. Spielerisch war das leider gar nichts. Zwei Aufreger gab es aber dennoch: Einen umstrittenen Elfmeter, der per Videobeweis entschieden wurde und zum Tor des Tages führte. Und einen Platzverweis an Ibisevic wegen einer angeblichen Beleidigung, die Ibisevic allerdings abstritt. Brauchen wir nach dem Videobeweis auch einen Audiobeweis? Keines von beiden! Dieses Spiel hatte nur ein 0:0 verdient.
Aufgrund einer Begegnung am Ticketschalter landete ich diesmal auf der Gegengeraden direkt neben dem Gästeblock und komme somit der Tribünen-Komplettierung im Mainzer Stadion immer näher. Gut möglich allerdings, dass ich noch häufiger diesen Platz aufsuchen werde. Aus dem K-Block heraus kann man nämlich wunderbar Gästefans beobachten. Die Herthaner legten einen soliden Auftritt hin. Der Spielverlauf verhinderte allerdings besondere Gänsehautmomente. Von der Heimseite war fast gar nichts zu hören, das war schon schwach.
1. Liga (D)
Mainz 05 - Hertha BSC 1:0
Opel-Arena (Mainz)
23.517 Zuschauer (1.500 Gäste)
Und ihr wollt erste Liga sein? Nur Freunde von Fehlpässen und verwaisten Strafräumen kamen beim Spiel zwischen Mainz und Hertha auf ihre Kosten. Spielerisch war das leider gar nichts. Zwei Aufreger gab es aber dennoch: Einen umstrittenen Elfmeter, der per Videobeweis entschieden wurde und zum Tor des Tages führte. Und einen Platzverweis an Ibisevic wegen einer angeblichen Beleidigung, die Ibisevic allerdings abstritt. Brauchen wir nach dem Videobeweis auch einen Audiobeweis? Keines von beiden! Dieses Spiel hatte nur ein 0:0 verdient.
Aufgrund einer Begegnung am Ticketschalter landete ich diesmal auf der Gegengeraden direkt neben dem Gästeblock und komme somit der Tribünen-Komplettierung im Mainzer Stadion immer näher. Gut möglich allerdings, dass ich noch häufiger diesen Platz aufsuchen werde. Aus dem K-Block heraus kann man nämlich wunderbar Gästefans beobachten. Die Herthaner legten einen soliden Auftritt hin. Der Spielverlauf verhinderte allerdings besondere Gänsehautmomente. Von der Heimseite war fast gar nichts zu hören, das war schon schwach.
Freitag, 22. September 2017
22.09.2017
4. Liga (D)
Schott Mainz - Mainz 05 II 0:1
BZA Mombach, KR1 (Mainz)
2.048 Zuschauer (500 Gäste)
Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass es in der Regionalliga mal ein Mainzer Derby geben würde? Und tatsächlich mobilisierte das Duell die Massen - zumindest ein bisschen. Mehr als 2.000 Zuschauer hat die Mombacher Bezirkssportanlage jedenfalls noch nie gesehen und es wird schwierig, diese nun neu gesetzte Marke einmal zu überholen. Die zuschauerträchtigen Risikospiele trägt Schott ja im Bruchwegstadion aus. Und ob es noch einmal ein Mainzer Derby in der Regionalliga geben wird, ist angesichts der Tabellensituation fraglich. Schott ist Letzter.
Auch im Derby gelang den Blau-Weißen der erste Saisonsieg nicht. Die Gäste taten zwar nur das nötigste, um ihren 1:0-Erfolg zu sichern, waren aber klar überlegen. Entsprechend wenig hitzig war die Stimmung auf der Tribüne. Aktive Fanszenen suchte man auf beiden Seiten vergeblich, der Zugang zum Gästeblock war geöffnet. Dort plane ich im Februar noch einmal zu stehen, wenn Kassel hier gastiert. Dann reicht es mir aber auch erstmal mit dieser langweiligen Sportanlage.
4. Liga (D)
Schott Mainz - Mainz 05 II 0:1
BZA Mombach, KR1 (Mainz)
2.048 Zuschauer (500 Gäste)
Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass es in der Regionalliga mal ein Mainzer Derby geben würde? Und tatsächlich mobilisierte das Duell die Massen - zumindest ein bisschen. Mehr als 2.000 Zuschauer hat die Mombacher Bezirkssportanlage jedenfalls noch nie gesehen und es wird schwierig, diese nun neu gesetzte Marke einmal zu überholen. Die zuschauerträchtigen Risikospiele trägt Schott ja im Bruchwegstadion aus. Und ob es noch einmal ein Mainzer Derby in der Regionalliga geben wird, ist angesichts der Tabellensituation fraglich. Schott ist Letzter.
Auch im Derby gelang den Blau-Weißen der erste Saisonsieg nicht. Die Gäste taten zwar nur das nötigste, um ihren 1:0-Erfolg zu sichern, waren aber klar überlegen. Entsprechend wenig hitzig war die Stimmung auf der Tribüne. Aktive Fanszenen suchte man auf beiden Seiten vergeblich, der Zugang zum Gästeblock war geöffnet. Dort plane ich im Februar noch einmal zu stehen, wenn Kassel hier gastiert. Dann reicht es mir aber auch erstmal mit dieser langweiligen Sportanlage.
Sonntag, 17. September 2017
17.09.2017
8. Liga (D)
SG Soonwald/Simmern - SV Hausbay/Pfalzfeld 0:2
Hunsrückstadion (Simmern)
70 Zuschauer (25 Gäste)
Wer mit dem Flughafenbus von Mainz zum Flughafen Frankfurt-Hahn fährt, der kommt unmittelbar am Hunsrückstadion vorbei. Da sich der Flughafen Hahn zu meinem Hauptabflugort entwickelt hat, bin ich entsprechend häufig schon dort vorbeigekommen und immer wenn es für mich per Flugzeug zu spannenden Zielen wie Kaunas, Plovdiv oder Timisoara ging, dann blieb trotzdem noch ein wenig Platz für die Sehnsucht, im Hunsrückstadion auch einmal ein Spiel zu sehen. Dieses Wochenende war es endlich soweit.
Das Stadion verfügt über eine herrliche kleine Holztribüne für etwa 100 Zuschauer. Mehr wird hier auch nicht benötigt, denn der gar nicht mal so kleine Ort Simmern spielt leider nur achtklassig und droht abzusteigen. Da der heutige Gegner der neue Tabellenführer ist, konnte es fast als Erfolg gewertet werden, dass man nur mit 0:2 verlor. Das Spiel verlief noch viel eindeutiger, die SG hatte keine Chance.
8. Liga (D)
SG Soonwald/Simmern - SV Hausbay/Pfalzfeld 0:2
Hunsrückstadion (Simmern)
70 Zuschauer (25 Gäste)
Wer mit dem Flughafenbus von Mainz zum Flughafen Frankfurt-Hahn fährt, der kommt unmittelbar am Hunsrückstadion vorbei. Da sich der Flughafen Hahn zu meinem Hauptabflugort entwickelt hat, bin ich entsprechend häufig schon dort vorbeigekommen und immer wenn es für mich per Flugzeug zu spannenden Zielen wie Kaunas, Plovdiv oder Timisoara ging, dann blieb trotzdem noch ein wenig Platz für die Sehnsucht, im Hunsrückstadion auch einmal ein Spiel zu sehen. Dieses Wochenende war es endlich soweit.
Das Stadion verfügt über eine herrliche kleine Holztribüne für etwa 100 Zuschauer. Mehr wird hier auch nicht benötigt, denn der gar nicht mal so kleine Ort Simmern spielt leider nur achtklassig und droht abzusteigen. Da der heutige Gegner der neue Tabellenführer ist, konnte es fast als Erfolg gewertet werden, dass man nur mit 0:2 verlor. Das Spiel verlief noch viel eindeutiger, die SG hatte keine Chance.
Samstag, 9. September 2017
09.09.2017
4. Liga (D)
SSV Ulm - Hessen Kassel 1:1
Donaustadion (Ulm)
1.050 Zuschauer (80 Gäste)
Irgendwas läuft schief, wenn man sich Anfang September Wollmütze und Handschuhe herbeiwünscht. Obwohl mir der strömende Eisregen ins Gesicht peitschte, legte ich den zwei Kilometer langen Weg vom Ulmer Stadtzentrum ins Donaustadion heldenhaft zu Fuß zurück und kam völlig durchnässt am Spielort an. Mit Blick auf das weitere Tagesprogramm entschied ich mich für den Gästesitzplatz unter dem Dach und nicht für den unüberdachten Fanblock mit Erkältungsgarantie. Schade, aber ganz klar höhere Gewalt!
Auch bei den Ulmern entschieden sich viele Stehplatz-Gänger diesmal für ein Dach über dem Kopf und so bestand der örtliche Fanblock aus 42 Unentwegten, die von allen Widrigkeiten unbeeindruckt sogar eine Choreographie präsentierten. Aus Kassel sollte ein Bus kommen, doch der Bus war wohl morgens nicht am Treffpunkt erschienen, sodass sich die Fanszene kurzerhand mit Privat-Pkw im Autokorso auf den 400 Kilometer langen Weg machte und auch beinahe pünktlich erschien. Letztendlich waren etwa 65 Kasseler im Block und 15 auf der Tribüne.
Das Spiel war arm an Höhepunkten und der KSV konnte sich am Ende über den Punkt freuen, besonders nachdem Ulm in der Nachspielzeit noch den Innenpfosten getroffen hatte. Ich war froh, als es vorbei war. Ulm ist schön, das Stadion auch, aber beim nächsten Mal bitte bei besserem Wetter. Am Vortag hatte ich übrigens 10.500 Zuschauer (800 Gästefans) gesehen und nun 1.050 Zuschauer (80 Gästefans), also jeweils genau ein Zehntel. Hat sowas schonmal jemand geschafft? Bestimmt nicht.
4. Liga (D)
SSV Ulm - Hessen Kassel 1:1
Donaustadion (Ulm)
1.050 Zuschauer (80 Gäste)
Irgendwas läuft schief, wenn man sich Anfang September Wollmütze und Handschuhe herbeiwünscht. Obwohl mir der strömende Eisregen ins Gesicht peitschte, legte ich den zwei Kilometer langen Weg vom Ulmer Stadtzentrum ins Donaustadion heldenhaft zu Fuß zurück und kam völlig durchnässt am Spielort an. Mit Blick auf das weitere Tagesprogramm entschied ich mich für den Gästesitzplatz unter dem Dach und nicht für den unüberdachten Fanblock mit Erkältungsgarantie. Schade, aber ganz klar höhere Gewalt!
Auch bei den Ulmern entschieden sich viele Stehplatz-Gänger diesmal für ein Dach über dem Kopf und so bestand der örtliche Fanblock aus 42 Unentwegten, die von allen Widrigkeiten unbeeindruckt sogar eine Choreographie präsentierten. Aus Kassel sollte ein Bus kommen, doch der Bus war wohl morgens nicht am Treffpunkt erschienen, sodass sich die Fanszene kurzerhand mit Privat-Pkw im Autokorso auf den 400 Kilometer langen Weg machte und auch beinahe pünktlich erschien. Letztendlich waren etwa 65 Kasseler im Block und 15 auf der Tribüne.
Das Spiel war arm an Höhepunkten und der KSV konnte sich am Ende über den Punkt freuen, besonders nachdem Ulm in der Nachspielzeit noch den Innenpfosten getroffen hatte. Ich war froh, als es vorbei war. Ulm ist schön, das Stadion auch, aber beim nächsten Mal bitte bei besserem Wetter. Am Vortag hatte ich übrigens 10.500 Zuschauer (800 Gästefans) gesehen und nun 1.050 Zuschauer (80 Gästefans), also jeweils genau ein Zehntel. Hat sowas schonmal jemand geschafft? Bestimmt nicht.
Freitag, 8. September 2017
08.09.2017
2. Liga (D)
FC Heidenheim - Jahn Regensburg 1:3
Albstadion (Heidenheim)
10.500 Zuschauer (800 Gäste)
Weil alle sieben Schließfächer am Heidenheimer Bahnhof belegt oder defekt waren, schleppte ich mein kiloschweres Wochenendgepäck auf den steilsten Berg des deutschen Fußballs. Der Betzenberg erreicht nicht solche Steigungsprozente wie der Anstieg zum Albstadion, da bin ich mir sicher! Trotzdem ist es immer wieder schön, wenn der Weg zum Stadion einer Pilgerreise gleicht. Nicht einfach nur hinfahren, konsumieren und wieder wegfahren! Besonders schön allerdings, wenn die versprochene Gepäckaufbewahrung dann auch tatsächlich existiert.
Mit Heidenheim und Regensburg begegneten sich zwei Vereine, die das letzte Jahrzehnt dazu genutzt haben, vom Amateurfußball in die zweite Liga aufzusteigen. Dementsprechend sind auch die Fangemeinden stetig angewachsen. Im FCH-Block beteiligten sich allerdings nur 200 Fans an den Gesängen. Die Regensburger dagegen begeisterten mich. Die meisten der 800 Mitgereisten dürften an diesem Abend einige Kalorien verbrannt haben: Arme hoch, nach links, nach rechts. Hüpfen! Und alle! Die meisten Gymnastikgruppen können sich da noch was abschauen.
Das Spiel war schön anzusehen. Viele Offensivbemühungen, viele Abwehrfehler. Trotzdem dauerte es bis zur 68. Minute, bis der Jahn traf. In der 86. Minute gelang dem FCH der verdiente Ausgleich und jetzt setzten die Gastgeber alles auf eine Karte. Das Stadion kochte und forderte den Siegtreffer! Alles nach vorne! Und tatsächlich stürmten die FCH-Jungs und schienen, wie man heute sagt, das Momentum auf ihrer Seite zu haben. Und dann das: Ein Konter in der 88. Minute und Regensburg lag direkt wieder vorne. Damit hätte niemand gerechnet und der Gästeblock eskalierte komplett. Einfach toll! In der Nachspielzeit sogar noch das 1:3.
2. Liga (D)
FC Heidenheim - Jahn Regensburg 1:3
Albstadion (Heidenheim)
10.500 Zuschauer (800 Gäste)
Weil alle sieben Schließfächer am Heidenheimer Bahnhof belegt oder defekt waren, schleppte ich mein kiloschweres Wochenendgepäck auf den steilsten Berg des deutschen Fußballs. Der Betzenberg erreicht nicht solche Steigungsprozente wie der Anstieg zum Albstadion, da bin ich mir sicher! Trotzdem ist es immer wieder schön, wenn der Weg zum Stadion einer Pilgerreise gleicht. Nicht einfach nur hinfahren, konsumieren und wieder wegfahren! Besonders schön allerdings, wenn die versprochene Gepäckaufbewahrung dann auch tatsächlich existiert.
Mit Heidenheim und Regensburg begegneten sich zwei Vereine, die das letzte Jahrzehnt dazu genutzt haben, vom Amateurfußball in die zweite Liga aufzusteigen. Dementsprechend sind auch die Fangemeinden stetig angewachsen. Im FCH-Block beteiligten sich allerdings nur 200 Fans an den Gesängen. Die Regensburger dagegen begeisterten mich. Die meisten der 800 Mitgereisten dürften an diesem Abend einige Kalorien verbrannt haben: Arme hoch, nach links, nach rechts. Hüpfen! Und alle! Die meisten Gymnastikgruppen können sich da noch was abschauen.
Das Spiel war schön anzusehen. Viele Offensivbemühungen, viele Abwehrfehler. Trotzdem dauerte es bis zur 68. Minute, bis der Jahn traf. In der 86. Minute gelang dem FCH der verdiente Ausgleich und jetzt setzten die Gastgeber alles auf eine Karte. Das Stadion kochte und forderte den Siegtreffer! Alles nach vorne! Und tatsächlich stürmten die FCH-Jungs und schienen, wie man heute sagt, das Momentum auf ihrer Seite zu haben. Und dann das: Ein Konter in der 88. Minute und Regensburg lag direkt wieder vorne. Damit hätte niemand gerechnet und der Gästeblock eskalierte komplett. Einfach toll! In der Nachspielzeit sogar noch das 1:3.
Samstag, 2. September 2017
02.09.2017
5. Liga (D)
TSG Weinheim - SV Spielberg 1:2
Sepp-Herberger-Stadion (Weinheim)
265 Zuschauer (50 Gäste)
Manchmal kommt man eine Stunde vor Anpfiff auf einen Sportplatz und es ist noch gar nichts los. Dann vertrödelt man die Zeit lieber noch ein bisschen außerhalb. In Weinheim ist das erfreulich anders. Bei meiner Ankunft brutzelten die Bratwürste schon auf dem Grill und die Lektüre des ausführlichen Programmheftes ließ die Zeit wie im Flug vergehen. Die TSG Weinheim ist in diesem Sommer in die Oberliga Baden-Württemberg aufgestiegen und dort als nördlichster Vertreter des Bundeslandes gut mit der Bahn zu erreichen.
Leider scheint sich das noch nicht herumgesprochen zu haben. Gerade mal etwas mehr als 200 Heimzuschauer wollten ihre Mannschaft an einem bundesligafreien Wochenende im wunderschönen Sepp-Herberger-Stadion sehen. Man geht hier wohl eher zum SV Waldhof, aber selbst der spielte auswärts. Die anwesenden Zuschauer verfolgten das Geschehen auch eher emotionslos. Als ein gerade eingewechselter Weinheimer nach einer Grätsche glatt Rot sah, hätte man schon ein wenig Empörung über diese doch diskutable Entscheidung erwarten können.
Die Gästefans aus Spielberg waren mit einem Bus angereist und wussten vor allem quantitativ zu überzeugen, nachdem ihr Verein die ersten vier Ligaspiele allesamt verloren hatte. Diesmal gab es drei verdiente Punkte, auch wenn der Siegtreffer erst in der 89. Minute fiel. Die rote Laterne wurde direkt an Weinheim übergeben, die mit einem Punkt aus fünf Spielen nun ganz schlecht dastehen. Sie spielten zwar nicht katastrophal, aber leider auch nicht clever. Der älteste Feldspieler im Kader ist gerade einmal 25 Jahre alt und so dürfte vor allem mangelnde Erfahrung ein großes Problem im Abstiegskampf werden.
5. Liga (D)
TSG Weinheim - SV Spielberg 1:2
Sepp-Herberger-Stadion (Weinheim)
265 Zuschauer (50 Gäste)
Manchmal kommt man eine Stunde vor Anpfiff auf einen Sportplatz und es ist noch gar nichts los. Dann vertrödelt man die Zeit lieber noch ein bisschen außerhalb. In Weinheim ist das erfreulich anders. Bei meiner Ankunft brutzelten die Bratwürste schon auf dem Grill und die Lektüre des ausführlichen Programmheftes ließ die Zeit wie im Flug vergehen. Die TSG Weinheim ist in diesem Sommer in die Oberliga Baden-Württemberg aufgestiegen und dort als nördlichster Vertreter des Bundeslandes gut mit der Bahn zu erreichen.
Leider scheint sich das noch nicht herumgesprochen zu haben. Gerade mal etwas mehr als 200 Heimzuschauer wollten ihre Mannschaft an einem bundesligafreien Wochenende im wunderschönen Sepp-Herberger-Stadion sehen. Man geht hier wohl eher zum SV Waldhof, aber selbst der spielte auswärts. Die anwesenden Zuschauer verfolgten das Geschehen auch eher emotionslos. Als ein gerade eingewechselter Weinheimer nach einer Grätsche glatt Rot sah, hätte man schon ein wenig Empörung über diese doch diskutable Entscheidung erwarten können.
Die Gästefans aus Spielberg waren mit einem Bus angereist und wussten vor allem quantitativ zu überzeugen, nachdem ihr Verein die ersten vier Ligaspiele allesamt verloren hatte. Diesmal gab es drei verdiente Punkte, auch wenn der Siegtreffer erst in der 89. Minute fiel. Die rote Laterne wurde direkt an Weinheim übergeben, die mit einem Punkt aus fünf Spielen nun ganz schlecht dastehen. Sie spielten zwar nicht katastrophal, aber leider auch nicht clever. Der älteste Feldspieler im Kader ist gerade einmal 25 Jahre alt und so dürfte vor allem mangelnde Erfahrung ein großes Problem im Abstiegskampf werden.
Mittwoch, 23. August 2017
23.08.2017
4. Liga (D)
Hessen Kassel - Schott Mainz 4:1
Auestadion (Kassel)
1.700 Zuschauer
Bemitleidenswerter Jonas Raltschitsch! Der Abwehrspieler von Schott Mainz schaffte das Kunststück, in einem Spiel gleich zwei Eigentore zu schießen und Kassel somit im Alleingang auf die Siegerstraße zu befördern. Später am Abend gab es allerdings auch noch echte Löwen-Tore zu bewundern, darunter ein herrlicher Fallrückzieher von Sebastian Szimayer. Und so scheint es nur eine Frage von wenigen Spielen zu sein, bis der KSV seinen heutigen Gegner in der Tabelle überholen wird. Für die Mainzer wird es eine ganz schwere Saison.
Während ich als Wahl-Mainzer am Nachmittag gemütlich mit der Eisenbahn aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt nach Nordhessen angereist war, stand der TSV Schott auf der Autobahn im Stau, sodass die Partie spontan eine halbe Stunde später angepfiffen wurde. Umso länger hatten die Kasseler Fans Zeit, sich auf das Spiel einzustimmen und Bier zu trinken. Das wirkte sich auf die Stimmung aus. Bei perfektem Wetter - nicht zu warm und nicht zu kalt - herrschte überall gute Laune und die Gesänge schallten in hoher Lautstärke durch das weite Rund.
4. Liga (D)
Hessen Kassel - Schott Mainz 4:1
Auestadion (Kassel)
1.700 Zuschauer
Bemitleidenswerter Jonas Raltschitsch! Der Abwehrspieler von Schott Mainz schaffte das Kunststück, in einem Spiel gleich zwei Eigentore zu schießen und Kassel somit im Alleingang auf die Siegerstraße zu befördern. Später am Abend gab es allerdings auch noch echte Löwen-Tore zu bewundern, darunter ein herrlicher Fallrückzieher von Sebastian Szimayer. Und so scheint es nur eine Frage von wenigen Spielen zu sein, bis der KSV seinen heutigen Gegner in der Tabelle überholen wird. Für die Mainzer wird es eine ganz schwere Saison.
Während ich als Wahl-Mainzer am Nachmittag gemütlich mit der Eisenbahn aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt nach Nordhessen angereist war, stand der TSV Schott auf der Autobahn im Stau, sodass die Partie spontan eine halbe Stunde später angepfiffen wurde. Umso länger hatten die Kasseler Fans Zeit, sich auf das Spiel einzustimmen und Bier zu trinken. Das wirkte sich auf die Stimmung aus. Bei perfektem Wetter - nicht zu warm und nicht zu kalt - herrschte überall gute Laune und die Gesänge schallten in hoher Lautstärke durch das weite Rund.
Sonntag, 20. August 2017
20.08.2017
4. Liga (D)
Kickers Offenbach - Hessen Kassel 1:0
Bieberer Berg (Offenbach)
7.313 Zuschauer (270 Gäste)
Mit 7:2 ging das Eckballverhältnis klar an Kassel, ansonsten gab es in Offenbach leider nichts zu holen. Der OFC gewann verdient, ohne aber zu glänzen und mischt nun in der Spitzengruppe mit. Auf den Rängen beteiligten sich beide Fanlager an den Protesten gegen den DFB inklusive der bekannten Wechselgesänge. Danach konzentrierten sich die Kurven aufs Spiel und es blieb bemerkenswert friedlich untereinander. Die gegenseitigen Beschimpfungen erreichten lediglich ein normales Maß. Von den wüsten Pöbeleien der letzten Duelle war nichts zu sehen.
Bei meinem fünften Besuch in Offenbach habe ich endlich entdeckt, dass es schlauer ist, mit der S-Bahn nach Bieber zu fahren anstatt nach Offenbach-Ost. Dort läuft man kürzer und recht idyllisch zum Stadion und saugt viel besser die Fußball-Atmosphäre auf, weil auf dem Weg ausschließlich Fans unterwegs sind und kein normaler Straßenverkehr herrscht. Und OFC-Fans angucken macht Spaß. Vielen sieht man an, dass die goldenen Zeiten ein paar Jahrzehnte zurückliegen. Offenbach ist schon besonders Old School. Die Fanszene verzichtet fast vollständig auf Fahnen, bei Klatscheinlagen macht fast niemand mit und dennoch ist es mitunter laut und brachial. Das alles könnte durchaus viel Charme haben, wenn es doch bloß im alten Stadion passieren würde, wo es so gut hingepasst hat und nicht in der neuen Arena. Die minimiert den Kult-Charakter doch deutlich.
4. Liga (D)
Kickers Offenbach - Hessen Kassel 1:0
Bieberer Berg (Offenbach)
7.313 Zuschauer (270 Gäste)
Mit 7:2 ging das Eckballverhältnis klar an Kassel, ansonsten gab es in Offenbach leider nichts zu holen. Der OFC gewann verdient, ohne aber zu glänzen und mischt nun in der Spitzengruppe mit. Auf den Rängen beteiligten sich beide Fanlager an den Protesten gegen den DFB inklusive der bekannten Wechselgesänge. Danach konzentrierten sich die Kurven aufs Spiel und es blieb bemerkenswert friedlich untereinander. Die gegenseitigen Beschimpfungen erreichten lediglich ein normales Maß. Von den wüsten Pöbeleien der letzten Duelle war nichts zu sehen.
Bei meinem fünften Besuch in Offenbach habe ich endlich entdeckt, dass es schlauer ist, mit der S-Bahn nach Bieber zu fahren anstatt nach Offenbach-Ost. Dort läuft man kürzer und recht idyllisch zum Stadion und saugt viel besser die Fußball-Atmosphäre auf, weil auf dem Weg ausschließlich Fans unterwegs sind und kein normaler Straßenverkehr herrscht. Und OFC-Fans angucken macht Spaß. Vielen sieht man an, dass die goldenen Zeiten ein paar Jahrzehnte zurückliegen. Offenbach ist schon besonders Old School. Die Fanszene verzichtet fast vollständig auf Fahnen, bei Klatscheinlagen macht fast niemand mit und dennoch ist es mitunter laut und brachial. Das alles könnte durchaus viel Charme haben, wenn es doch bloß im alten Stadion passieren würde, wo es so gut hingepasst hat und nicht in der neuen Arena. Die minimiert den Kult-Charakter doch deutlich.
Samstag, 19. August 2017
19.08.2017
4. Liga (D)
Schott Mainz - SSV Ulm 1:1
BZA Mombach, KR1 (Mainz)
600 Zuschauer (50 Gäste)
Schott Mainz ist in die Regionalliga aufgestiegen und hat im Sommer nicht etwa sein eigenes Stadion aufgebessert, sondern das von Fortuna Mombach. Die Anlage liegt nur wenige Meter vom Schott-Sportzentrum entfernt und wirkt eher wie eine große Freizeitanlage. Es gibt ein Beachvolleyballfeld, Torstangen für American Football und nebenan ein Freibad. Dass hier nun Regionalliga geboten wird, ist schon gewöhnungsbedürftig. Aber man hat auf der einzigen für Zuschauer zugelassenen Seite einen Gästekäfig errichtet und damit die wichtigste Anforderung erfüllt.
Bei Risikospielen soll trotzdem ins Bruchwegstadion ausgewichen werden. Das Duell mit dem SSV Ulm zählte offensichtlich nicht zu den gefährlichen Partien und nachdem ich mir die Umbaumaßnahmen angesehen habe, bin ich guter Dinge, dass auch Kassel hier wird spielen können - und dann hoffentlich auf dem (Kunst!)-Rasen und den Rängen ein besseres Bild abliefert. Das war nun nicht gerade ein Feuerwerk der Ulmer Spatzen. Auf dem Rasen quälten sich die beiden bisher punktlosen Teams zu einem Unentschieden und außerhalb herrschte keine Stimmung bis auf ein paar vereinzelte Rufe.
4. Liga (D)
Schott Mainz - SSV Ulm 1:1
BZA Mombach, KR1 (Mainz)
600 Zuschauer (50 Gäste)
Schott Mainz ist in die Regionalliga aufgestiegen und hat im Sommer nicht etwa sein eigenes Stadion aufgebessert, sondern das von Fortuna Mombach. Die Anlage liegt nur wenige Meter vom Schott-Sportzentrum entfernt und wirkt eher wie eine große Freizeitanlage. Es gibt ein Beachvolleyballfeld, Torstangen für American Football und nebenan ein Freibad. Dass hier nun Regionalliga geboten wird, ist schon gewöhnungsbedürftig. Aber man hat auf der einzigen für Zuschauer zugelassenen Seite einen Gästekäfig errichtet und damit die wichtigste Anforderung erfüllt.
Bei Risikospielen soll trotzdem ins Bruchwegstadion ausgewichen werden. Das Duell mit dem SSV Ulm zählte offensichtlich nicht zu den gefährlichen Partien und nachdem ich mir die Umbaumaßnahmen angesehen habe, bin ich guter Dinge, dass auch Kassel hier wird spielen können - und dann hoffentlich auf dem (Kunst!)-Rasen und den Rängen ein besseres Bild abliefert. Das war nun nicht gerade ein Feuerwerk der Ulmer Spatzen. Auf dem Rasen quälten sich die beiden bisher punktlosen Teams zu einem Unentschieden und außerhalb herrschte keine Stimmung bis auf ein paar vereinzelte Rufe.
Donnerstag, 17. August 2017
17.08.2017
8. Liga (D)
VfR Groß-Gerau - VfR Rüsselsheim 3:0
VfR-Stadion, KR (Groß-Gerau)
150 Zuschauer (30 Gäste)
Eine seriöse Quelle hatte das Nachholspiel des VfR Groß-Gerau gegen Rüsselsheim auf dem Rasenplatz angekündigt, was sich leider als Ente herausstellte. Gespielt wurde nebenan auf dem Kunstrasenplatz. Der Hauptplatz mit seiner schönen Tribüne befindet sich leider tatsächlich in keinem guten Zustand und auch wenn die Linien frisch gezogen wurden, gehe ich nicht davon aus, dass man im richtigen Stadion demnächst ein Spiel zu sehen bekommt. Immerhin hat der Kunstrasenplatz ein paar Stufen zu bieten.
Der heimische VfR hatte den Aufstieg in der vergangenen Saison nur ganz knapp verpasst und scheint auch in dieser Spielzeit einiges drauf zu haben. Tolle Kombinationen wurden dem Publikum geboten. Die Gäste fielen durch übertriebene Härte und andere Unsportlichkeiten auf. Mitte der zweiten Halbzeit ging die Sonne unter und die Zuschauer wurden von zahlreichen Mücken angegriffen, sodass weit mehr als die Hälfte der Besucher von ihren Plätzen flüchtete.
8. Liga (D)
VfR Groß-Gerau - VfR Rüsselsheim 3:0
VfR-Stadion, KR (Groß-Gerau)
150 Zuschauer (30 Gäste)
Eine seriöse Quelle hatte das Nachholspiel des VfR Groß-Gerau gegen Rüsselsheim auf dem Rasenplatz angekündigt, was sich leider als Ente herausstellte. Gespielt wurde nebenan auf dem Kunstrasenplatz. Der Hauptplatz mit seiner schönen Tribüne befindet sich leider tatsächlich in keinem guten Zustand und auch wenn die Linien frisch gezogen wurden, gehe ich nicht davon aus, dass man im richtigen Stadion demnächst ein Spiel zu sehen bekommt. Immerhin hat der Kunstrasenplatz ein paar Stufen zu bieten.
Der heimische VfR hatte den Aufstieg in der vergangenen Saison nur ganz knapp verpasst und scheint auch in dieser Spielzeit einiges drauf zu haben. Tolle Kombinationen wurden dem Publikum geboten. Die Gäste fielen durch übertriebene Härte und andere Unsportlichkeiten auf. Mitte der zweiten Halbzeit ging die Sonne unter und die Zuschauer wurden von zahlreichen Mücken angegriffen, sodass weit mehr als die Hälfte der Besucher von ihren Plätzen flüchtete.
Samstag, 12. August 2017
12.08.2017
4. Liga (D)
Hessen Kassel - VfB Stuttgart II 2:2
Auestadion (Kassel)
1.800 Zuschauer (15 Gäste)
Der Großteil der Nordkurve in Kassel ist unüberdacht. Lediglich der kleine Bereich, in dem sich die aktive Fanszene aufhält, profitiert vom Dach, das eigentlich der Osttribüne gilt. Das führt dazu, dass das Erscheinungsbild der Kasseler Kurve extrem vom Wetter geprägt ist. Bei Sonnenschein verteilen sich die Fans in der ganzen Kurve, bei Regen rücken viele der Zuschauer unter dem Dach zusammen. Ich gehöre selbst zu den Schönwetterfans, den Wandervögeln, die bei Dauerregen wie diesmal gegen Stuttgart unter dem Dach standen.
Denn es ist tatsächlich immer mal wieder eine schöne Abwechslung, das Spiel aus einem anderen Block zu erleben. Haupttribüne, Nordtribüne, Nordkurve Block 36, Nordkurve Block 30, Osttribüne - in Kassel gibt es jede Menge Auswahl und kaum einen Platz, an dem ich in letzter Zeit kein Spiel verfolgt habe. Trotzdem gilt mein Respekt denen, die ihren Stammplatz nicht aufgeben und es 90 Minuten lang in der Kälte und Nässe aushalten, obwohl noch genug Plätze unter dem Dach frei gewesen wären.
Einen Bericht gibt es auch bei Hertha auswärts. Besten Dank für die lautstarke Unterstützung!
4. Liga (D)
Hessen Kassel - VfB Stuttgart II 2:2
Auestadion (Kassel)
1.800 Zuschauer (15 Gäste)
Der Großteil der Nordkurve in Kassel ist unüberdacht. Lediglich der kleine Bereich, in dem sich die aktive Fanszene aufhält, profitiert vom Dach, das eigentlich der Osttribüne gilt. Das führt dazu, dass das Erscheinungsbild der Kasseler Kurve extrem vom Wetter geprägt ist. Bei Sonnenschein verteilen sich die Fans in der ganzen Kurve, bei Regen rücken viele der Zuschauer unter dem Dach zusammen. Ich gehöre selbst zu den Schönwetterfans, den Wandervögeln, die bei Dauerregen wie diesmal gegen Stuttgart unter dem Dach standen.
Denn es ist tatsächlich immer mal wieder eine schöne Abwechslung, das Spiel aus einem anderen Block zu erleben. Haupttribüne, Nordtribüne, Nordkurve Block 36, Nordkurve Block 30, Osttribüne - in Kassel gibt es jede Menge Auswahl und kaum einen Platz, an dem ich in letzter Zeit kein Spiel verfolgt habe. Trotzdem gilt mein Respekt denen, die ihren Stammplatz nicht aufgeben und es 90 Minuten lang in der Kälte und Nässe aushalten, obwohl noch genug Plätze unter dem Dach frei gewesen wären.
Einen Bericht gibt es auch bei Hertha auswärts. Besten Dank für die lautstarke Unterstützung!
Dienstag, 8. August 2017
08.08.2017
Testspiel (D)
Hessen Kassel - VfL Wolfsburg 0:2
Auestadion (Kassel)
5.000 Zuschauer (150 Gäste)
Der VfL Wolfsburg kam zum Retterspiel des finanziell angeschlagenen KSV Hessen vorbei und - das ist bemerkenswert - der VfL kam aus eigenem Antrieb, musste nicht erst gefragt werden. Eine schöne Sache, aber eben auch eine gute Gelegenheit für die Wölfe, am eigenen Image zu arbeiten. Das Spiel verlief dann denkbar unspektakulär. Kassel spielte gut mit, hielt bis in die Schlussphase ein 0:0. Wolfsburg gewann trotzdem vollkommen verdient, weil beim KSV die Kräfte nachließen und der VfL vor dem Tor einfach cleverer war. Egal, heute ging es wirklich mal nur ums Geld.
Testspiel (D)
Hessen Kassel - VfL Wolfsburg 0:2
Auestadion (Kassel)
5.000 Zuschauer (150 Gäste)
Der VfL Wolfsburg kam zum Retterspiel des finanziell angeschlagenen KSV Hessen vorbei und - das ist bemerkenswert - der VfL kam aus eigenem Antrieb, musste nicht erst gefragt werden. Eine schöne Sache, aber eben auch eine gute Gelegenheit für die Wölfe, am eigenen Image zu arbeiten. Das Spiel verlief dann denkbar unspektakulär. Kassel spielte gut mit, hielt bis in die Schlussphase ein 0:0. Wolfsburg gewann trotzdem vollkommen verdient, weil beim KSV die Kräfte nachließen und der VfL vor dem Tor einfach cleverer war. Egal, heute ging es wirklich mal nur ums Geld.
Sonntag, 6. August 2017
06.08.2017
7. Liga (D)
Hassia Dieburg - TSG Messel 1:1
Stadion am Wolfgangshäuschen (Dieburg)
220 Zuschauer (50 Gäste)
In der vergangenen Saison ist Hassia Dieburg spektakulär aufgestiegen: Durch einen verwandelten indirekten Freistoß in der 90. Minute, nachdem ein gegnerischer Spieler im laufenden Spiel den Schiedsrichter beleidigt hatte, sodass dieser den Freistoß gab. Durch diese Geschichte wurde ich auf den Verein aufmerksam und schrieb ihn mir auf die Liste für die neue Saison. Und siehe da, schon am ersten Spieltag war ich in Dieburg zu Gast. Gleich zu Beginn stand nämlich das Nachbarschaftsderby gegen die TSG Messel auf dem Programm.
Das Hauptmerkmal des Stadions ist die nette Tribüne mit ihren vier großzügigen Stufen und einer Empore. Auf der Gegengerade und hinter einer der Kurven gibt es zudem noch grasbewachsene Stufen. Der Einsatz eines Rasenmähers könnte vielleicht dafür sorgen, dass sich dorthin noch mehr Menschen trauen würden. So war es dann doch angenehmer, die 90 Minuten auf der Tribüne zu verbringen. Für ein Derby ging es dort ausgesprochen friedlich zu und auch das vollkommen gerechte Unentschieden trug seinen Teil dazu bei.
7. Liga (D)
Hassia Dieburg - TSG Messel 1:1
Stadion am Wolfgangshäuschen (Dieburg)
220 Zuschauer (50 Gäste)
In der vergangenen Saison ist Hassia Dieburg spektakulär aufgestiegen: Durch einen verwandelten indirekten Freistoß in der 90. Minute, nachdem ein gegnerischer Spieler im laufenden Spiel den Schiedsrichter beleidigt hatte, sodass dieser den Freistoß gab. Durch diese Geschichte wurde ich auf den Verein aufmerksam und schrieb ihn mir auf die Liste für die neue Saison. Und siehe da, schon am ersten Spieltag war ich in Dieburg zu Gast. Gleich zu Beginn stand nämlich das Nachbarschaftsderby gegen die TSG Messel auf dem Programm.
Das Hauptmerkmal des Stadions ist die nette Tribüne mit ihren vier großzügigen Stufen und einer Empore. Auf der Gegengerade und hinter einer der Kurven gibt es zudem noch grasbewachsene Stufen. Der Einsatz eines Rasenmähers könnte vielleicht dafür sorgen, dass sich dorthin noch mehr Menschen trauen würden. So war es dann doch angenehmer, die 90 Minuten auf der Tribüne zu verbringen. Für ein Derby ging es dort ausgesprochen friedlich zu und auch das vollkommen gerechte Unentschieden trug seinen Teil dazu bei.
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