Donnerstag, 19. März 2026

19.03.2026
Europa Conference League - Achtelfinale
Mainz 05 - Sigma Olomouc 2:0
Arena (Mainz)
31.000 Zuschauer (1.200 Gäste)

Mainz 05 hatte sich als Siebter der Ligaphase souverän für das Achtelfinale der Conference League qualifiziert und durfte sogar die Play-offs auslassen. Ganz anders sah das bei Sigma Olmütz aus. Der tschechische Vertreter war in der Ligaphase 24. von 36 geworden und tatsächlich haben nur die ersten 24 die Chance aufs Weiterkommen. Mit der gleichen Anzahl an Punkten und derselben Tordifferenz wie der 25. kam Olmütz nur aufgrund der mehr geschossenen Tore gegenüber Universitatea Craiova weiter und spielte die Play-offs gegen Lausanne.

Auch dort war es denkbar knapp. Olmütz siegte auch wegen eines in der Nachspielzeit aberkannten Treffers von Lausanne. Nun stand endlich die Auslosung an und Mainz, das seit zwei Monaten auf seinen Achtelfinalgegner wartete, sollte Gewissheit bekommen. Aufgrund des speziellen Auslosungsverfahrens gab es nur noch die Möglichkeit Crystal Palace oder eben Olmütz zu ziehen. Die Engländer hatten sich schon ganz gut mit Beherbergungen in der Stadt eingedeckt, doch nach der Auslosung gab es die große Stornierungswelle. Olmütz wurde gelost.

Mit diesem Verein hatte ich bisher noch gar keine Berührungspunkte. Umso gespannter war ich auf deren Auftritt im Gästeblock. Und auch wenn sie nicht wie Crystal Palace mehrtägige Übernachtungen in der Stadt gebucht hatten, waren sie am Spieltag sehr präsent in der Stadt und überraschten in ihrer Anzahl positiv. Das Hinspiel in Tschechien war 0:0 ausgegangen, also war die historische Chance auf den Viertelfinal-Einzug für beide Vereine greifbar. Mainz nahm das auch gleich zum Anlass, in der Choreo anzukündigen, heute Geschichte zu schreiben.

Das Spiel ging mit einem 0:0 in die Pause und es lief ein bisschen auf eine Verlängerung hinaus, als dann mit Beginn des zweiten Durchgangs doch der Knoten platzte. Verdient traf Posch und als sich Olmütz mit einer Gelb-Roten Karte selbst geschwächt hatte, setzte Sieb den Deckel drauf zum 2:0-Endstand. Das war von Olmütz einfach zu wenig, aber dennoch wurde die Gästemannschaft nach dem Abpfiff minutenlang gefeiert. Eine Europapokalreise bis ins Achtelfinale ist natürlich auch für Sigma alles andere als selbstverständlich. 

Auf der Mainzer Seite war die Freude riesengroß. Viertelfinale! Mit Racing Straßburg wartete als nächstes eine größere Nummer, aber es erschien jedem hier absolut denkbar, auch diese Hürde zu überspringen. Unter Urs Fischer war Mainz zu einer der besten Mannschaften in der Rückrunde geworden und auch wenn es selten spielerisch spektakulär war, sind die vielen Spiele ohne Gegentor ja kein Zufall. Heute war jedenfalls der Tag, an dem in Mainz geträumt wurde. 

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